Ein Junge liegt auf einem Sofa.

Was kannst du tun, wenn Nachrichten dir Angst machen?

In der Ukraine ist ein Krieg ausgebrochen. Bilder von Soldaten, Panzern und Kampfflugzeugen laufen in den Nachrichten. Das macht vielen Menschen Angst. Hier findet ihr Tipps, wie man mit diesen schlechten Nachrichten umgehen kann.

Manchmal fühlt man sich geradezu bombardiert von schlechten Nachrichten. Im Fernsehen, Radio und Internet wird immer wieder von Gewalt und Bedrohung berichtet. Das lässt niemanden kalt. Im Gegenteil - den meisten Menschen machen die schlimmen Nachrichten Angst. Im Video gibt die Kinder-Psychologin Elisabeth Raffauf Tipps, wie man mit schlechten Nachrichten umgehen kann.

neuneinhalb kompakt - Wenn Nachrichten Angst machen

neuneinhalb – für dich mittendrin 18.12.2021 04:18 Min. UT Verfügbar bis 26.02.2027 Das Erste

Zuallererst: Auch wenn es sich oft so anfühlt, besteht die Welt nicht nur aus schlechten Nachrichten! Es passiert auch überall eine Menge Gutes. Aber leider verkaufen sich schlechte Nachrichten besser als gute.

Nicht alleine gucken! Schau dir die Tagesschau oder andere Nachrichtensendungen nicht alleine an, sondern am besten gemeinsam mit deinen Eltern. So hast du einen Ansprechpartner an deiner Seite, wenn es beunruhigende News gibt.

Über Ängste reden hilft. Es ist ganz wichtig, sich erstmal zu sagen: Du darfst Angst haben und immer darüber reden und kannst davon ausgehen, dass andere auch Angst haben und genau wie du froh sind, darüber reden zu können. So wird die Furcht auf mehrere Schultern verteilt.

Spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche: Es gibt Nachrichten- und Reportagesendungen wie den "Klicker" vom KiRaKa, "logo!" von ZDF oder "neuneinhalb" im Ersten, die speziell für Kinder und Jugendliche gemacht werden. Hier wird die einzelne Information oder schlechte Nachricht so erklärt, dass du sie besser verstehen und einschätzen kannst. Und: Verstörende Bilder werden hier nicht gezeigt.

Internet – aber richtig! Wenn du dich im Internet informieren möchtest, nutze eine Suchmaschine, die Nachrichten herausfiltert, die sich an Kinder und Jugendliche richten. Hier bleiben dir schlimme Bilder und Details erspart. "Frag Finn!" oder "Helles Köpfchen" etwa sind Suchmaschinen speziell für Kinder und Jugendliche.

Für jede schlechte Nachricht ein guter Gedanke?! Das kann eine gute Entspannungsübung sein. Wenn dich eine Nachricht belastet, versuche ganz gezielt, eine schöne Erinnerung herbeizudenken. Danach fühlst du dich vielleicht gleich besser.

Abschalten! Wenn dir die schlechten Nachrichten zu viel werden, leg das Tablet beiseite oder schalte den Fernseher aus und widme dich Dingen, die dir Freude machen. Du musst auch nicht an jeder Diskussion auf dem Schulhof zum Thema mitreden. Hör in dich hinein, wann es dir zu viel wird!

Stand: 24.02.2022, 18:27 Uhr

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