Unterwegs mit der Draisine

Familie auf Draisine

Unterwegs mit der Draisine

Mit der ganzen Familie gemeinsam in die Pedale treten - habt ihr sicher auch schon mal gemacht. Aber alle zusammen auf einem Fahrzeug?

Unterwegs mit der Draisine

WDR 5 KiRaKa ohne Download 28.09.2020 04:10 Min. Verfügbar bis 28.09.2021 WDR 5

Vielleicht habt Ihr schon mal etwas von „Draisinen“ gehört. Damit sind zwei Dinge gemeint:

  1. Eine Art Laufmaschine, die Karl von Drais vor etwa 200 Jahren erfunden hat -  der Vorläufer des Fahrrads.
  2. Draisinen nennt man auch Fahrzeuge auf Schienen, die entweder mit Motor oder Muskelkraft angetrieben werden.

Im Extertal im Nordosten von Nordrhein-Westfalen, da kann man das mal ausprobieren: In Rinteln am Draisinenbahnhof geht es los und dann kann man 18 Kilometer mit so einem Gefährt bis nach Alverdissen im Osten NRW´s fahren. Und zwar auf einer stillgelegten Eisenbahnstrecke.

Lukki (11), Leo (9) und Ole (7) haben das zusammen mit KiRaKa-Reporterin Kristina Hafer ausprobiert. Sie sind die Strecke hin und zurück gefahren: Stolze 36 Kilometer. Sechs Stunden haben sie dafür gebraucht, ein paar Picknick-Pausen inklusive. Wer das auch mal ausprobieren möchte, der guckt hier nach:

Hier erfahrt ihr mehr über die Draisinen-Touren im Extertal

Die Geschichte des Fahrrads

Die Geschichte des Fahrrads begann vor rund 200 Jahren: Hier erfahrt ihr, wie aus einer einfachen Laufmaschine das Fahrrad wurde, mit dem wir heute durch die Gegend flitzen.

Laufmaschine/Draisine

Dieses Gefährt ist der Vorfahr unseres heutigen Fahrrads: Die Laufmaschine oder "Draisine", benannt nach ihrem Erfinder, Freiherr von Drais. 1817 unternahm er die erste Probefahrt. Die Laufmaschine hatte schon zwei gleich große Räder, einen Lenker und eine Bremse, aber noch keine Pedale.

Dieses Gefährt ist der Vorfahr unseres heutigen Fahrrads: Die Laufmaschine oder "Draisine", benannt nach ihrem Erfinder, Freiherr von Drais. 1817 unternahm er die erste Probefahrt. Die Laufmaschine hatte schon zwei gleich große Räder, einen Lenker und eine Bremse, aber noch keine Pedale.

50 Jahre später, im Jahr 1867, wurde dieses Rad vorgestellt: Das Tretkurbel-Velociped. Es hatte schon Pedale, war allerdings so schwer, dass man darauf nur mit viel Mühe das Gleichgewicht behalten konnte.

In den folgenden Jahrzehnten wurde das Vorderrad des Velocipeds immer größer und höher: Bis zu 1,5 Meter hoch! Jetzt waren Radfahrer zwar schneller unterwegs, aber man konnte beim Radeln auch ziemlich fies auf die Nase fallen.

Ab den 1880er Jahren war man wieder sicherer unterwegs: Mit dem Sicherheits-Niederrad. Es ist unseren heutigen Fahrrädern schon sehr ähnlich: Mit zwei gleich großen Rädern und einer Fahrradkette.

Um 1900 war das Fahrrad endgültig ein Verkehrsmittel für alle. Jetzt benutzen es nicht mehr nur Adelige, sondern auch Arbeiter. Und auch die ersten Frauen radelten jetzt durch die Gegend. Gar nicht so leicht, wenn man einen langen Rock anhat!

Ab den 1950er Jahren hatte das Rad eine schwere Zeit: Denn jetzt wollte plötzlich jeder ein Auto haben. Die Fahrrad-Verkäufer ließen sich etwas einfallen und bauten solche Klappräder, die man im Auto mitnehmen konnte.

Heute haben wir jede Menge Auswahl an modernen Rädern: Es gibt Citybikes, Beachcruiser, Rennräder, E-Bikes, Mountainbikes - oder, so wie auf dem Bild hier - Mountain-E-Bikes. Fahrrad fahren macht Spaß, ist gesund und gut für die Umwelt, deswegen ist es bis heute nicht aus der Mode gekommen.

Stand: 28.09.2020, 15:08

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