Auf den Acker, fertig, los! - Ein Gartenjahr

Arbeit im Schulgarten in Pulheim im Juli

Auf den Acker, fertig, los! - Ein Gartenjahr

Was ist alles nötig, um Gemüse anzubauen? Man braucht ein Beet, noch besser einen Acker und Samen, aus denen irgendwann Gemüse wächst.

Im KiRaKa begleiten wir die "Ackerkinder", die Garten-AG an der Grundschule "An der Kopfbuche" in Pulheim. Jede Woche bestellen sie ihren Schulacker und erklären genau, was zu tun ist, damit da in ein paar Monaten Gemüse geerntet werden kann. Unterstützt werden die Kinder von der GemüseAckerdemie. Das Projekt zeigt Kindern an Schulen in ganz Deutschland, wie Gemüseanbau funktioniert und steht auch den Kindern und Lehrern in Pulheim mit Rat und Tat zur Seite.

Etwa einmal im Monat besucht KiRaKa-Reporterin Julia Muth die "Ackerkinder" und schaut nach, was sich in den Beeten getan hat. Hier könnt ihr nachhören und in der Bildergalerie weiter unten auch nachschauen, was sich auf dem Acker so tut...

November: Den Acker winterfest machen

August: Unkraut rupfen

Juli: Fenchel ernten

Juni: Erste Ernte

Juni: Wüstlinge und Setzlinge


Mai: Beete pflegen

April: Einpflanzen

März: Umgraben

Das KiRaKa-Gartenjahr: Bilder vom Acker

Auf dem Acker passiert jeden Monat eine Menge. Auf den Bildern könnt ihr euch anschauen, was alles zu tun ist, bevor das reife Gemüse geerntet werden kann.

Kinder zupfen Unkraut

November: Die Kinder machen den Acker winterfest. Das restliche Unkraut muss raus und der Boden gelockert werden.

November: Die Kinder machen den Acker winterfest. Das restliche Unkraut muss raus und der Boden gelockert werden.

Die Ackerkinder graben ihren Acker ein letztes Mal vor dem Winter um. Sie lockern den Boden mit der Harke auf.

Unter den Bäumen auf dem Schulhof liegt schon Herbstlaub. Die Kinder haben es gesammelt und auf den Acker gebracht. Dort muss es auf den Beeten verteilt werden. Das Laub hält den Acker im Winter warm. So bleibt die Erde fruchtbar für das nächste Jahr.

August: Der Acker ist nach der Sommerpause total zugewuchert. Ein paar Tomaten schimmern durch das Unraut-Dickicht hindurch. Sie sind reif zur Ernte und erinnern daran, dass irgendwo in dieser Wildnis auch noch viel Gemüse wächst.

Dieses Unkraut sieht aus wie eine Gemüsepflanze mit vielen kleinen, runden Früchten. Essbar sind die aber nicht, und die Pflanze muss dringend raus aus dem Beet. Sie hat sich so sehr ausgebreitet, dass das Gemüse kaum noch Platz zum Wachsen hat.

Die Kinder jäten, was das Zeug hält. Manchmal sitzt das Unkraut ganz schön fest.

Geschafft! Mit einem plötzlichen Ruck gibt die Unkrautwurzel nach und Emil landet auf seinem Hintern.

Am Ende des Tages sieht der Acker schon wieder ganz gut aus.

Juli: Auf dem Acker ist das Gemüse groß geworden. Wenn die Kinder sich zum Jäten hinhocken, können sie sich hinter manchen Pflanzen schon fast verstecken.

Emil hat schon drei Gießkannen voller Wasser auf das Beet geschüttet. Es ist heiß, da brauchen die Pflanzen viel Wasser.

Die Fenchelwurzeln sitzen fest im Boden. Emil und Runas kommen ganz schön ins Schwitzen, als sie den Fenchel rausrupfen möchten.

Geschafft! Der erste Fenchel ist geerntet.

Jetzt muss nur noch die Wurzel abgeschnitten werden. Dafür brauchen die Kinder ein scharfes Küchenmesser.

Der Fenchel liegt schon fertig in der grünen Plastikschüssel. Der Mangold daneben darf noch weiter wachsen, bevor er auch geerntet wird.

Juni: Etwas Unvorhergesehenes und Gemeines ist passiert: Unbekannte haben über Nacht den Acker verwüstet und viele der Pflanzen aus der Erde rausgerissen.

Zum Glück überleben die meisten Pflanzen die Verwüstung. Die Kinder pflanzen sie wieder ein. So wie diesen Kohlrabi hier.

Auf den Schildern steht, welche Gemüsesorten in den Beeten wachsen. Das ist besser, denn: Als kleine grüne Pflänzchen sehen sich alle noch ziemlich ähnlich.

Auf dem Acker werden heute nicht nur die verwüsteten Beet in Ordnung gebracht. Die Kinder pflanzen außerdem Gemüse ein, dass nur dann gut wächst, wenn es nachts nicht mehr friert. Dazu gehören Bohnen, Mais, Tomaten, Zucchini und Kürbis.

Für die Tomaten müssen die Kinder tiefe Löcher buddeln.

April: Auf dem Schulacker hat sich seit März eine Menge getan. Im April haben sich die Ackerkinder zum Einpflanzen getroffen. Ihren Schulacker haben sie in elf rechteckige Beete unterteilt. Auf jedem Beet wird ein anderes Gemüse angebaut.

Gemüse gibt es viele Sorten. Bevor Samen oder Jungpflanzen in die Erde kommen, gucken wir uns das Gemüse ganz genau an. Hier: eine Selleriepflanze. Sie hat zarte grüne Stängel und Blätter, die über der Erde wachsen. Unten in der Erde wächst die dicke braune Knolle, die wir später auch essen können.

Aus dieser einen Kartoffel können viele neue Kartoffeln wachsen. Das, was aussieht wie kleine dunkle Pickel auf der Schale, sind die sogenannten "Augen". Aus denen wachsen irgendwann neue Keime, wenn die Kartoffel nur lange genug unter der Erde liegt.

Damit die Kartoffel schön keimt, muss sie tief in die Erde hinein. Dazu graben die "Ackerkinder" eine  etwa 30 Zentimeter tiefe Furche ins Beet.

Die Kinder schneiden die Kartoffeln einmal in der Mitte durch und legen sie mit der Schnittseite nach unten in die Erde. Hier wird übrigens gerade eine ganz besondere Kartoffelsorte gepflanzt. Sie ist lila von innen und heißt "Blue Kongo". Im Geschmack unterscheidet sich die lila Kartoffel aber nicht von einer gelben.

Wenn die Furche tief genug ist, können die Kartoffeln rein. So eine Kartoffel, aus der später viele neue Kartoffeln wachsen, nennt man übrigens die "Mutterkartoffel".

Damit die Kartoffeln genug Platz haben sich unter der Erde zu vermehren und zu wachsen, brauchen die Mutterkartoffeln Abstand. Am besten, ihr lasst immer eine Schaufellänge Platz zwischen den Kartoffeln, wenn ihr welche einpflanzt. Das sind etwa 25 Zentimeter.

Egal, welches Gemüse ihr einpflanzt: Gießen solltet ihr auf jeden Fall ausreichend und regelmäßig. Ohne Wasser vertrocknet jedes Pflänzchen.

Stand: 23.04.2019, 14:29

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