Was ist eigentlich eine Bauchspeicheldrüse?

Fotomontage: Ein Arzt untersucht mit einem Ultraschall den Bauch und KiRaKa-Arzt Christian Hermanns

Was ist eigentlich eine Bauchspeicheldrüse?

Kurz: Die Bauchspeicheldrüse ist eine Art Chemiefabrik mitten in unserem Körper. Warum wir sie brauchen, erklärt KiRaKa-Arzt Christian Hermanns.

Die Bauchspeicheldrüse ist eine Chemiefabrik in unserem Körper, genauer gesagt irgendwo im Bauch. Denn unser Körper braucht viele Stoffe, um zu funktionieren. Manche nehmen wir über das Essen auf. Andere produziert der Körper selbst.

KiRaKa-Arzt Christian erklärt: Was macht die Bauchspeicheldrüse?

WDR 5 KiRaKa ohne Download 19.01.2021 04:03 Min. Verfügbar bis 20.01.2022 WDR 5


farbliche Zeichnung der Bauchspeicheldrüse.

Die Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse sitzt im Bauch, oben über dem Bauchnabel und so ein bisschen quer hinter dem Magen. Man kann sie von außen nicht fühlen! In der Medizin sagt man, sie besteht aus Kopf, Körper und Schwanz und ist etwa 20 cm lang und 4 cm breit.

Ist mit Speichel Spucke gemeint?

Speichel nennt man ja auch die Spucke, die wir im Mund haben. Damit hat die Bauspeicheldrüse zwar nichts zu tun, aber sie produziert auch Flüssigkeiten, die für uns sehr wichtig sind.

Zwei Fabriken auf einmal

In der Bauchspeicheldrüse arbeiten zwei "Fabriken": Eine Fabrik liefert ihre Flüssigkeiten ins Blut, die andere in den Darm. Ins Blut schickt die Bauchspeicheldrüse zwei Stoffe, die den Zuckergehalt im Blut im Gleichgewicht halten. In den Darm werden Flüssigkeiten abgegeben, die bei der Verarbeitung unserer Nahrung helfen, sogenannte Verdauungsenzyme. Das sind sehr wichtige Stoffe und wir benötigen davon bis zu zwei Liter pro Tag.

KiRaKa-Arzt Christian erklärt: Was machen die Organe im Bauch?

WDR 5 KiRaKa ohne Download 19.01.2021 05:21 Min. Verfügbar bis 20.01.2022 WDR 5


Im Bauch sind viele Organe

Zwei Mädchen stehen vor einem Plakat mit menschlichen Organen.

Zuerst sind da, von oben nach unten, die Organe, durch die unsere Nahrung rutscht: Speiseröhre, Magen, Darm, dazu dann noch Leber mit Gallenblase und Bauchspeicheldrüse. Dann besitzen wir noch Organe, die mit dem Pippi machen zu tun haben: Das sind die Nieren, die Harnleiter und unten die Harnblase. Außerdem ist da noch die Hauptschlagader und die Haupt-Vene auf dem Weg vom und zum Herzen, die Milz als "Blut-Lager" und bei der Frau die Geschlechtsorgane. Das sind die Eierstöcke und die Gebärmutter.

KiRaKa-Arzt Christian: So weiß der Arzt, welches Organ krank ist

WDR 5 KiRaKa ohne Download 19.01.2021 01:13 Min. Verfügbar bis 20.01.2022 WDR 5


Wenn ein Organ krank ist, gibt es dafür oft deutliche Zeichen

Organe geben oft typische Zeichen, wenn sie nicht richtig funktionieren. Danach fragt der Arzt genau. Er schaut sich den Bauch an, hört ihn ab mit dem Hörrohr, tastet und klopft. Dann kann er mit einem Ultraschall-Gerät über die Bauchdecke in den Bauch hineinschauen. Oder man kann auch noch aufwendigere Röntgenuntersuchungen machen.

Auf manche Organe kann der Mensch verzichten, wenn die krank sind oder nicht mehr funktionieren. Er kann ohne den Magen auskommen und auch ohne Teile der Leber oder nur noch mit einer Niere. Die Bauchspeicheldrüse ist aber unersetzbar.

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Stand: 19.01.2021, 18:58

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