Darf man Vögel im Winter füttern?

Vogelspuren im Schnee

Darf man Vögel im Winter füttern?

Viele Vögel ziehen im Winter in den Süden. Es gibt aber auch ein paar, die bleiben. Und die wollen natürlich auch satt werden. Dürfen wir ihnen dabei helfen?

KiRaKa-Tierexperte Markus Schall hat Elke zunächst mal allgemein etwas über Vögel im Winter erzählt.

KiRaKa-Tiertalk: Darf man Vögel im Winter füttern?

KiRaKa Die KiRaKa-Entdecker | 05.12.2018 | 05:39 Min.

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Zugvögel verlassen uns, wenn's kühler wird, Standvögel bleiben hier. Dürfen wir denen Meisenknödel, Vogelhäuschen oder Streufutter rausgeben? Hier ist Markus' Antwort:

KiRaKa-Tiertalk: Darf man Vögel im Winter füttern - Teil 02

KiRaKa Die KiRaKa-Entdecker | 05.12.2018 | 06:01 Min.

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Helft den Vögeln im Winter!

Vögel haben es bei klirrender Kälte nicht leicht. Helft ihnen mit Futter! Wir zeigen euch, wie es geht.

Kleiber frisst am Futterspender

Stellt einen Futterspender bei euch im Garten oder auf dem Balkon auf. Hier bleibt das Futter bei jedem Wetter trocken. Und die Vögel können nicht im Futter herumlaufen und es verschmutzen. Sonnenblumenkerne mögen fast alle Arten!

Stellt einen Futterspender bei euch im Garten oder auf dem Balkon auf. Hier bleibt das Futter bei jedem Wetter trocken. Und die Vögel können nicht im Futter herumlaufen und es verschmutzen. Sonnenblumenkerne mögen fast alle Arten!

Auch gut: Ein Futterhäuschen! Allerdings könnte es sein, dass das Futter hier feucht wird oder die Vögel darin herum laufen. Deshalb: Nicht zu viel auf einmal in das Häuschen geben und regelmäßig mit warmem Wasser saubermachen. Sonst könnten sich schnell Krankheitserreger dort breit machen.

Damit nicht die Eichhörnchen alles wegfressen oder Katzen davor lauern, sollten Häuschen oder Futterspender so hängen oder stehen, dass wirklich nur Vögel gut dran kommen. Trotzdem sollten sie für die Vögel gut sichtbar sein.

Auch mit Wasser könnt ihr den Vögeln helfen: Denn viele Stellen, an denen sie sonst trinken, sind jetzt zugefroren.

Manche Vögel mögen weiches Futter: Zum Beispiel die Amseln oder Rotkehlchen. Ihnen könnt ihr Rosinen, Haferflocken oder Obst anbieten – hier ist es wichtig, dass das Futter in Bodennähe steht.

Meisen – so wie diese Schwanzmeise – fressen gerne Fett gemischt mit Körnern. Man kann es kaufen und dann in so einen Futterspender packen.

Achtung: Meisenknödel lieber auspacken. Wenn sie in so einem Netz stecken, können sich die kleinen Vögel darin verheddern oder ihre Zungen oder Füßchen verletzen.

Ihr könnt Meisenfutter auch selbst machen: Dafür braucht ihr Fett (zum Beispiel Rindertalg), Speiseöl, Samen und einen Behälter (wie z.B. eine halbe Kokosnuss oder einen Blumentopf aus Ton). Talg erhitzen und schmelzen, Öl dazu geben, Sonnenblumenkerne hineinstreuen. Masse abkühlen lassen und kurz bevor sie fest wird in den Behälter füllen. Fertig!

Und wie lange soll man füttern? Vor allem von November bis Ende Februar, und bei großer Kälte – so wie jetzt – auch noch länger.

Stand: 05.12.2018, 17:43

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