Herzfunk: Was ist Autismus?

Junge hält sich die Ohren zu

Herzfunk: Was ist Autismus?

Manchen Menschen fällt es sehr schwer, andere Menschen zu verstehen. Sie begreifen nicht, wie andere Menschen sind, wie sie "funktionieren" und was sie fühlen. Diese Menschen nennt man Autisten.

Was ist Autismus?

KiRaKa Herzfunk 17.06.2019 03:54 Min. Verfügbar bis 16.06.2020 KiRaKa Von Katrin Sanders

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Autisten leben ganz in einer eigenen Welt und können sich nur sehr schwer oder gar nicht auf andere einstellen.

Was ist Autismus?

Autismus ist eine Entwicklungsstörung, mit der das Kind auf die Welt kommt. Autismus ist eine neurologische Erkrankung. Das bedeutet, dass im Gehirn eine andere Entwicklung stattfindet als bei anderen Kindern. Es gibt Kinder, die nur ganz wenig von der Welt außerhalb von sich selbst mitbekommen. Diese Kinder brauchen oft sehr viel Hilfe. Andere autistische Kinder können sprechen, kommen mit Hilfe einer Therapie gut zurecht, besuchen ein Gymnasium oder machen eine Ausbildung. Es gibt also viele Formen von Autismus.

Das ist typisch für Autisten

Autisten fällt der Kontakt mit anderen Menschen schwer. Sie wissen nicht, wie man einfach so miteinander sprechen kann. Sie verstehen Witze nicht und können am Gesicht der anderen Kinder nicht erkennen, ob die traurig oder fröhlich sind.

Was solchen Kindern hilft

Kinder mit Autisumus mögen viel Ordnung, und sie mögen es nicht, wenn sich Dinge verändern. Jeder Tag sollte am besten immer gleich sein. Dann müssen sie nicht so viel Energie aufwenden, um sich zurecht zu finden.

So lernen Kinder Gefühle zu verstehen

Ob wir uns verlieben können und ob wir lieben können, wird uns schon ganz früh beigebracht.

  • Schon bei Babys kann man gut beobachten, wie mitfühlend sie sind. Wenn jemand weint, verziehen sie auch das Gesicht oder lassen sich gerne anstecken, wenn jemand lacht und strahlt.
  • Mit zwei Jahren können Kinder schon Gefühle von anderen gut einschätzen und sich etwas einfallen lassen. Sie bringen zum Beispiel das Kuscheltier, mit dem sie sich selbst trösten – und denken, dass es auch den anderen gut tut.
  • Mit vier Jahren begreifen sie, dass andere Menschen andere Gefühle haben, als sie selbst.
  • Kinder lernen außerdem durch Gespräche in der Familie und in der Klasse auf die Gefühle von anderen zu achten.

Stand: 17.06.2019, 15:08

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