Herzfunk: Warum kriegen Frauen ein Baby und Männer nicht?

Bauch einer schwangeren Frau mit Händen und aufgemaltem Herz

Herzfunk: Warum kriegen Frauen ein Baby und Männer nicht?

Männer und Frauenn können sich gleich gut um Kinder kümmern und sie großziehen - aber bekommen können die Kinder eben nur Frauen. Warum das so ist, erfahrt ihr hier.

Warum kriegen Frauen ein Baby und Männer nicht?

WDR 5 KiRaKa Herzfunk 05.10.2020 03:53 Min. Verfügbar bis 05.10.2021 WDR 5 Von Katrin Sanders

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Nur Mädchen und Frauen kommen mit einer Gebärmutter, mit zwei Eileitern, zwei Eierstöcken und einer Scheide (Vagina) zur Welt. Nur sie haben also alles, was es braucht, damit das Baby während der Schwangerschaft im Bauch gut versorgt ist. Deshalb können nur Frauen ein Baby kriegen. Aber: Ganz ohne einen Mann, kann das Baby nicht entstehen.

Ohne Männer geht es nicht

Ungefähr neun Monate bevor ein Baby zur Welt kommen kann, wird es gezeugt. Dafür braucht es eine Frau und einen Mann. Am Körper des Mannes sind die Hoden, in denen Samen gebildet werden.

Beim Sex oder Geschlechtsverkehr kommen diese Samen in die Gebärmutter der Frau und befruchten dort eine reife Eizelle. Aus dieser ersten gemeinsamen Zelle entwickelt sich im Lauf der Schwangerschaft das Baby in der Gebärmutter der Frau.

Wenn es groß genug ist, wird es durch die Scheide in die Welt hinein geboren.

Hasen, Tiger und Menschen

Bei den meisten Arten in der Natur sind die Aufgaben ganz ähnlich verteilt wie bei den Menschen. Vor allem bei den Säugetieren kann man das gut beobachten: Ob bei Katzen, Mäusen oder Faultiren... die weiblichen Tiere tragen die Nachkommen aus. Die männlichen Tiere werden bei der Zeugung gebraucht.

Warum das so ist?

Forscherinnen und Wissenschaftler haben einige Gründe dafür herausgefunden:

  • Wenn ein Kind immer aus zwei Menschen gebildet wird, hat es Erbanlagen von beiden in sich. Jedes Kind ist damit eine einzigartige Mischung seiner Eltern. Das ist gut für alle Menschen. Denn die Vielfalt der unterschiedlichen Menschen, macht alle stärker und hilft uns zum Beispiel mit neuen Krankheiten besser zurecht zu kommen.
  • Es könnte sich außerdem bewährt haben, dass nicht Mann und Frau gleichzeitig schwanger sein können. Menschenkinder brauchen noch lange nach der Geburt viel Hilfe und Pflege. Zwei Eltern nach der Geburt haben es da leichter.

Es geht aber auch anders:

Bei den Regenwürmern, Seepferdchen oder einige Schneckenarten haben sich andere Formen entwickelt. Einige Schnecken haben beide Geschlechtsanlagen. Sie können also die männliche oder die weibliche Rolle übernehmen. Jede Schnecke kann so für die Fortpflanzung sorgen. Allerdings müssen sich auch bei den Schnecken zwei Tiere erstmal paaren, damit es zur Befruchtung kommt.

Bei den Seepferdchen übergibt das Weibchen ca. 200 Eier an das Männchen direkt in die dessen Bauchtasche. Dort befruchtet das Männchen die Eier mit seinem Samen. Die Jungen wachsen dann in seiner Bauchtasche weiter, bis sie schlüpfen können.

Stand: 05.10.2020, 11:45

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