Herzfunk: Warum wollen Jungs kämpfen?

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Herzfunk: Warum wollen Jungs kämpfen?

Kämpfen, Raufen und Kräftemessen unter Kindern ist in Ordnung, wenn es beim Toben und Rangeln bleibt. Hauen und Wehtun, Gewalt und Angst verbreiten ist verboten.

Herzfunk: Warum wollen Jungs kämpfen?

WDR 5 KiRaKa Herzfunk 25.01.2021 03:59 Min. Verfügbar bis 25.01.2022 WDR 5 Von Katrin Sanders


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Spaßkämpfe, Toben, Schubsen, Rennen ... das ist für viele Kinder der Pausensport. Sie brauchen Bewegung und Kontaktspiele mit anderen. Beides tut gut. Schließlich muss man in der Schule über viele Stunden hinweg still sitzen und ruhig sein. Nur draußen, im Sportverein, in der Pause können Jungen und Mädchen genau das tun, was dabei zu kurz kommt: sich auspowern und die Kraft des eigenen Körpers austesten. Sportlicher Wettkampf geht in Ordnung.

Typisch Junge? Ja und nein.

Nicht alle Jungs mögen die kämpferischen Spiele mit anderen oder wollen immerzu ihre Kräfte austesten. Und es sind nicht nur Jungs, die toben und sich auspowern wollen. Das sieht man in speziellen Kursen und Angeboten zum Ringen und Raufen. Hier machen Mädchen ebenso gern und viel mit wie Jungen.

Wer sich für solche sportlichen Bewegungskämpfe interessiert - egal ob Junge oder Mädchen - fragt am besten im Offenen Ganztag oder im Sportverein nach. Stichwort: Bewegungs- und Geschwindigkeitskurse gesucht!

Wenn Spaßkämpfe keinen Spaß machen...

Manche Kinder kennen das richtige Maß nicht. Sie lassen sich provozieren, hauen zu oder werden wütend, wenn sie herausgefordert werden. In der Grundschule sind deshalb Spaßkämpfe auf dem Schulhof meistens gleich ganz verboten. Es gibt außerdem Kinder, die als Streitschlichter da sind, wenn der Zank zu weit geht. Hier ein paar Ideen, wie es besser gehen könnte: 

  • Streit verhindern. Wenn zwei streiten, können andere Kinder dazwischen gehen und "Stopp" sagen.
  • Wenn einer beleidigt und der andere zurück beleidigt, hört der Streit nie auf. Einer muss den Anfang machen und mit dem Weiterstreiten aufhören. Ein Sprichwort sagt: "Der Klügere gibt nach"
  • Reden statt hauen. Funktioniert manchmal erstaunlich gut. Sich nicht provozieren lassen und zurückschlagen, sondern laut sagen, was man loswerden will. 
  • Sich helfen lassen. Wenn man sich unterlegen fühlt oder die Spaßkämpfe keinen Spaß machen: andere Kinder, die Lehrerin oder den Schulsozialarbeiter um Unterstützung bitten.

Stand: 25.01.2021, 14:42

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