Wir denken an die Opfer des Nationalsozialismus

Eine Gruppe von Häftlingen steht hinter einem Zaun im Konzentrationslager Auschwitz

Wir denken an die Opfer des Nationalsozialismus

Die Nazis waren davon überzeugt: Nicht alle Menschen sind gleich. Und manche haben es nicht verdient, zu leben. Eine falsche und furchtbare Überzeugung. Sie hatte schlimme Folgen - für jüdische Menschen und Angehörige anderer Minderheiten in Europa.

Mord an den Juden - Der "Holocaust"

WDR 5 KiRaKa ohne Download 27.01.2021 01:49 Min. Verfügbar bis 27.01.2022 WDR 5


Am 27. Januar ist der "Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus". In dieser Zeit - von 1933 bis 1945 - waren in Deutschland die Nazis mit ihrem Anführer Adolf Hitler an der Macht. Sie haben den Menschen erzählt, dass nicht alle Menschen gleich sind. Sie wollten zum Beispiel, dass homosexuelle Menschen oder Menschen mit Behinderung nicht dazugehören.

Die Nazis hassten die Juden

Von den Nationalsozialisten in der Progromnacht verwüstete und in Brand gesteckte Alte Synagoge in Chemnitz (9./10. November 1938)

Die verwüstete und in Brand gesteckte Alte Synagoge in Chemnitz

Vor allem die Juden war der erklärte Feind der Nazis. Sie wollten die Juden vom normalen Leben ausschließen, beschimpften sie und behandelten sie sehr, sehr schlecht. Sie zerstörten ihre Gotteshäuser, die Synagogen (auf dem Bild rechts seht ihr die kaputte Synagoge der Stadt Chemnitz) und gaben ihnen die Schuld für mehr oder weniger alles.

Irgendwann beschlossen die Nazis sogar, die Juden umzubringen. Organisiert. In sogenannten Konzentrations- und Vernichtungslagern. Auf dem großen Bild oben seht ihr eine Gruppe von Häftlingen im Konzentrationslager Auschwitz. Diesen schrecklichen Teil der deutschen Geschichte nennt man den "Holocaust". Mehr darüber erfahrt ihr, wenn ihr oben auf den gelben Pfeil klickt.

Die Geschichte der Juden in Europa

Dass die Juden nicht dazugehören, ist falsch. Tatsächlich haben sie schon lange dazu gehört - nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Das könnt ihr in diesem Beitrag hören.

Die Geschichte des Judentums in Deutschland

WDR 5 KiRaKa ohne Download 27.01.2021 02:11 Min. Verfügbar bis 27.01.2022 WDR 5


Die Nazis haben versucht, das jüdisches Leben komplett auszulöschen. Und das nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Teilen von Europa. Auch in Cernowitz, einer Stadt, die damals in Rumänien lag und heute in der Ukraine, in der aber viele Menschen Deutsch sprachen.

Herbert Rubinstein, ein wichtiger Zeitzeuge im KiRaKa

Porträt von Herbert Rubinstein

Auch Herbert Rubinstein lebte in Cernowitz. Als es damit losging, dass Juden wie er in seiner Stadt beschimpft und bedroht wurden, war er ein kleiner Junge und gerade mal vier Jahre alt. Als der Krieg zu Ende ging, war er neun. Heute ist Herbert Rubinstein 84 und hat im KiRaKa mit uns über die Zeit damals gesprochen.

Herbert Rubinstein erzählt, Teil 1

WDR 5 KiRaKa ohne Download 27.01.2021 07:17 Min. Verfügbar bis 28.01.2022 WDR 5


Später hat Herbert Rubinstein in seiner Heimatstadt im damaligen Rumänien einen Düsseldorfer kennengelernt, der für ihn so eine Art zweiter Vater wurde. Denn sein eigener Vater war im Krieg gestorben. So ist Herbert Rubinsteiner erst in Holland und dann mit 20 Jahren in Düsseldorf gelandet. Und hat dort bis heute viel für das jüdische Leben in Deutschland getan. Er waren unter anderem "Hauptamtlicher Geschäftsführer des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein".

Herbert Rubinstein erzählt, Teil 2

WDR 5 KiRaKa ohne Download 27.01.2021 02:55 Min. Verfügbar bis 28.01.2022 WDR 5


Bildmontage: links Chanukka-Leuchter vor dem Brandenburger Tor, rechts zwei kleine Jungen mit Kippas von hinten

Schon seit 1700 Jahren gibt es jüdisches Leben in Deutschland.

Herbert Rubinstein erzählt, Teil 3

WDR 5 KiRaKa ohne Download 27.01.2021 03:33 Min. Verfügbar bis 28.01.2022 WDR 5


Stand: 27.01.2021, 18:35

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