Gemälde, Knochen und alte Briefe – Radiogeschichte über Museen

Langhalssaurier "Arapahoe" im Museum Koenig in Bonn

Gemälde, Knochen und alte Briefe – Radiogeschichte über Museen

Von wegen in Museen liegen, stehen oder hängen nur alte Skulpturen, Bilder oder Bücher. Es gibt so viele spanndende Dinge zu entdecken. Und vor allem wird in Museen viel geforscht.

Gemälde, Knochen und alte Briefe - Radiogeschichte über Museen

WDR 5 KiRaKa Radiogeschichten 11.04.2021 38:02 Min. Verfügbar bis 11.04.2022 WDR 5 Von Anne-Rose Heck


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Dino-Skelette, alte Meisterwerke oder Kleidung von anno dazumal – in Museen können Menschen die großen und kleinen Schätze und Erinnerungen der Welt bestaunen. Aber Museen sind nicht nur zum Schauen da. Sammeln, bewahren, und erforschen – all das sind zentrale Aufgaben von Museen.

Treffen mit dem jüngsten Museumsdirektor Europas: Linus, 12 Jahre

Und darum lagern hinter den Kulissen, in Museumskellern und auf Speichern noch viel mehr Schätze. Wer aber bestimmt, wann Objekte wieder hervorgeholt werden? Und welche? Wer sortiert und wer forscht in einem Museum – und woran genau?
In der Radiogeschichte schaut sich KiRaKa-Reporterin Anne-Rose Heck gründlich in einigen Museen um. Und sie trifft Linus. Er ist mit gerade mal zwölf Jahren der jüngste Museumsdirektor Europas und erzählt von Plänen für sein Urzeitmuseum in Brühl.

Gemälde, Knochen und alte Briefe
Eine Radiogeschichte über das Sammeln und Forschen im Museum
Von Anne-Rose Heck
Redaktion: Sarah Ziegler
Produktion WDR 2021
ab 6 Jahre

Geht auf Entdeckungstour in verschiedenen Museen

Viele verschiedene Museen hat KiRaKa-Reporterin Anne-Rose Heck für ihre Radiogeschichte besucht. Hier seht ihr die spannendsten Ausstellungsstücke!

Museumsdirektor Linus vor seinem Museum

Linus ist mit zwölf Jahren der jüngste Museumsdirektor Europas.

Linus ist mit zwölf Jahren der jüngste Museumsdirektor Europas.

Die meisten seiner Exponate, also Ausstllungsstücke, hat Linus selbst gefunden. Sie sind gut sichtbar, aber geschützt, in Vitrinen untergebracht.

Linus präpariert alle seine Funde selbst. Einmal hat es zwei Tage gedauert, bis er ein Fossil völlig freigelegt hatte.

Auf diesen Fotos, aufgenommen im US-amerikanischen Wyoming (links) und im süddeutschen Holzmaden (rechts) ist Linus "bei der Arbeit". Fossiliensuchen ist nicht überall erlaubt – vor dem Graben sollte man vorher also genau erkundigen.   

Das Museum Koenig in Bonn. Im letzten Jahrhundert gegründet, arbeiten auch heute noch viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daran, mehr über die verschiedensten Tiere zu erfahren.

Das ist der sogenannte Lichthof. Darin sieht man die afrikanische Landschaft der Savanne aufgebaut mit vielen Tieren, die darin zu Hause sind: Giraffen, Elefanten, oder Löwen zum Beispiel. Nur zur Info: Alle Tiere sind ausgestopft.

Dr. Katja Waskow ist Paläontologin am Museum Koenig, also Dino-Spezialistin. Hier steht sie vor einem Langhalssaurier, dem "Arapahoe". Von seinem kleinen Kopf bis zum Schwanzende misst er 27,15 Meter! Es handelt sich bei ihm um einen nahen Verwandten des Diplodocus.

Der Namensgeber des Museums war Alexander Koenig. Der Wissenschaftler reiste viel. Unterstützt wurde er von seiner Frau Margarethe. Sie reisten zum Beispiel auf dem Fluss Nil in Afrika.

Früher gab es weder Digitalkameras, noch ein Handy, um mal eben ein Foto zu machen. Also wurden alle neu entdeckten Tiere gezeichnet. So wie diese Vögel hier.

Im Museum kann  man sehen, dass es unzählige Schmetterlingsarten gibt. In solchen Schubladen werden sie gut aufbewahrt.

Im Kölner Wallraf-Museum werden sehr alte Bilder ganz behutsam restauriert, also repariert.

Farben und Werkzeug helfen dabei, einen Schaden am Bild zu beheben. Manchmal auch, weil ein Insekt dort seine Spuren hinterlassen hat. Das wird dann mit einer Art Skalpell entfernt.

Mit Seidenpapier wird das Gemälde abgedeckt, um es gut zu schützen, wenn niemand daran arbeitet.

Im Brühler Museum für Alltagsgeschichte spielt die Küche eine wichtige Rolle. Über dem alten Herd hat man früher übrigens Kleider getrocknet.

Auch alte Spielzeugküchen sind im Museum zu entdecken.

Schwein gehabt! Diese Rückzüchtung eines deutschen Weideschweins kann im Freilichtmuseum Kommern angeschaut werden – aus ihr wird kein Schinken!

Jupp ist der absolute Liebling der Besucher. Früher haben Ziegen oft schwere Lasten gezogen – deswegen nannte man sie auch "die Kuh des armen Mannes!"

Neu in Kommern: Die Milchbar aus Brühl. An einem Stück wurde sie auf ein Auto geladen und in die Eifel gebracht.

Im Innern wird noch gearbeitet. Die alte Theke ist schon wiederhergestellt und auch ein Wandbild wurde wieder hervorgeholt. Bald schon sollen die Besucher hier, wie früher, Milchshakes trinken können und zur Musik aus der Jukebox eine Zeitreise in die 1950er und 1960er Jahre machen können.

Stand: 07.04.2021, 11:48

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