Das große Loch kommt immer näher - Radiogeschichte

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Das große Loch kommt immer näher - Radiogeschichte

Fiona, Tabea, Ben und Lisa wachsen in der gleichen Straße auf. Sie lieben ihr Dorf, gehen dort zur Schule, zum Reiten, zum Tanzen, zum Musik- oder Schützenverein und spielen im Wald. Doch Keyenberg wird es nicht mehr lange geben - denn darunter liegt Braunkohle ...

Das große Loch kommt immer näher - Radiogeschichte

KiRaKa - Kinderhörspiel im WDR | 20.01.2019 | 49:54 Min. | Von Verena Specks-Ludwig

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Ausschnitt: Das große Loch kommt immer näher

KiRaKa - Kinderhörspiel im WDR | 18.01.2019 | 04:14 Min.

Sämtliche Dorfbewohner von Keyenberg in Nordrhein-Westfalen müssen bald umziehen. Ihre Häuser, die Kirche und die Schule werden weggebaggert. Das haben Politiker so entschieden. Denn unter dem kleinen Dorf liegt Braunkohle. Und die will der Energiekonzern RWE fördern.

"Alle eigentlich wollen wir hier bleiben" - sagt Ben

Der Braunkohletagebau Garzweiler rückt immer weiter Richtung Keyenberg vor. Viele Dörfer hat er schon verschluckt. Mit Kindern der Keyenberger Gemeinschaftsgrundschule erkundet KiRaKa-Reporterin Verena Specks-Ludwig das Dorf und besucht Familien zuhause.

"Ich denke schon oft drüber nach, wie das wird." - sagt Fiona

Zusammen mit Experten suchen Verena und die Kinder Antworten auf ihre brennenden Fragen: Was passiert mit der Natur, mit den Tieren, mit der Gemeinschaft im Dorf? Und: Warum muss das eigentlich sein? Muss es überhaupt?

Das große Loch kommt immer näher
Eine KiRaKa-Radiogeschichte über ein Dorf, das bald verschwindet
Von Verena Specks-Ludwig
Redaktion: Dorothee Schwab  
Produktion: WDR 2019

Fotos zur Radiogeschichte "Das große Loch kommt immer näher"

Hier könnt ihr euch Fotos von den Orten und Leuten angucken, die in der Radiogeschichte über die Kinder und Familien aus Keyenberg vorkommen.

Abriss der Immerather Kircher Sankt Lambertus im Januar 2018

Hier ist KiRaKa-Reporterin Verena Specks-Ludwig am Anfang der Radiogeschichte: Beim Abriss der Immerather Kirche Sankt Lambertus. Immerath war mal das Nachbardorf von Keyenberg. Hier stehen nur noch eine Handvoll Häuser, das Dorf ist bereits verschwunden.

Hier ist KiRaKa-Reporterin Verena Specks-Ludwig am Anfang der Radiogeschichte: Beim Abriss der Immerather Kirche Sankt Lambertus. Immerath war mal das Nachbardorf von Keyenberg. Hier stehen nur noch eine Handvoll Häuser, das Dorf ist bereits verschwunden.

Hier seht ihr Fiona und ihre Schwester Tabea in ihrer Straße, der Sandkaul, in Keyenberg. Fiona und Tabea sind hier aufgewachsen, bald müssen sie umziehen. Denn die Sandkaul muss dem Braunkohlebagger weichen.

So riesig ist der Braunkohlebagger. Und hier seht ihr einen Ausschnitt des Braunkohle-Tagebaus Garzweiler. Er liegt zwischen den Städten Bedburg, Grevenbroich, Jüchen, Erkelenz und Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen.

In Jackerath, nicht weit weg von Keyenberg, gibt es diese Aussichtsplattform, genannt Skywalk. Vierzehn Meter ragt sie in die Tagebaugrube hinein. Der Ausblick ist gewaltig.

Noch gewaltiger sieht der Tagebau Garzweiler von oben aus. Auf dieser Luftaufnahme seht ihr die riesige Ausdehnung. Die Stadt vorne ist Jüchen. Keyenberg liegt auf der anderen Seite des Tagebaus.

Fiona und Tabea vor der Gemeinschaftsgrundschule Keyenberg. Mit den Viertklässlern von 2017/2018 war KiRaKa-Reporterin Verena für die Radiogeschichte unterwegs.

Fiona, Tabea und Lisa auf dem Ponyhof in Keyenberg. Das Dorf ist klein, etwa 800 Menschen leben hier, aber für Kinder gibt es viele Freizeit-Möglichkeiten.

Im Karnevalsverein "Grubenrandpiraten" sind viele Keyenberger aktiv. Auch Fiona und Tabea feiern mit, und Fiona war 2018 sogar Kinderprinzessin in ihrem Dorf.

Das Schützenfest ist auch ein Highlight im Dorfleben. Hier seht ihr Tabea beim großen Umzug, sie ist bei den Jungschützen dabei und hat deshalb dieses schöne Kostüm an.

Dies ist der alte, denkmalgeschützte Gutshof auf dem Janne und ihre Familie leben. In der Radiogeschichte besuchen wir den Hof der Familie Winzen mit der 4. Grundschulklasse der GGS Keyenberg.

Das ist die ehemalige Wasserburg Haus Keyenberg, ein schönes denkmalgeschütztes Gebäude, Teile davon sind mehrere hundert Jahre alt und gehen auf ein altes Rittergut zurück. Hier waren die Kinder mit dem Dorfhistoriker Hans-Josef Pisters unterwegs, der viele tolle Geschichten kennt. Auch die von einem unterirdischen Geheimgang, der hierher führt.

Das ist noch ein schöner alter, denkmalgeschützter Hof in der Dorfmitte von Keyenberg, der ehemalige Schmitz-Hof. Wenn der Bagger kommt, macht er auch vor Denkmälern nicht halt. Nur auf Fotos können sie für die Nachwelt erhalten werden.

Hier in diesem Neubaugebiet entsteht Neu-Keyenberg, das umgesiedelte Dorf. Und hier seht ihr Tabea, Fiona und ihre Mutter Silke vor dem Grundstück, das die Familie sich ausgesucht hat.

Das ist die Keyenberger Heilig-Kreuz-Kirche in der Ortsmitte. Kirchen werden auch nicht umgesiedelt, wie die Immerather Kirche wird auch diese abgerissen werden. Die Menschen vorne im Bild waren alle bei dem Dorfspaziergang im Oktober 2018 dabei, als auf das Schicksal des Dorfes aufmerksam gemacht werden sollte.

Rund 800 Leute sind zum ersten Dorfspaziergang im Oktober 2018 nach Keyenberg gekommen. Familien aus nah und fern, Braunkohle-Gegner und auch Leute, die beim Energiekonzern RWE arbeiten. Hier gehts gerade vorbei an Pferdewiesen ums Dorf herum.

Auch an der Gemeinschaftsgrundschule Keyenberg haben die Teilnehmer des Dorfspaziergangs Station gemacht.

Auch diese Gruppe war beim Dorfspaziergang in Keyenberg dabei: Jugendliche, die sich bei Greenpeace für die Umwelt und gegen den Abbau von Braunkohle engagieren.

Am Ende der Radiogeschichte hört ihr, wie Fiona und KiRaKa-Reporterin Verena den Pianisten Reiner Weiss beim Dorfspaziergang in Keyenberg treffen. Er sitzt an seinen Konzertflügel vor dem Haus Keyenberg unter Kastanienbäumen.

Reiner Weiss war mit seinem Flügel auch schon beim friedlichen Protest im Hambacher Forst dabei. Er spielt hier vorm Haus Keyenberg Klavier, weil das seine Form der Unterstützung für die Dorfbewohner und die Braunkohlegegner ist. Der Puschel vorne ist Reporterin Verenas Aufnahmegerät.

Stand: 03.01.2019, 14:49

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