Leben im Dschungel - Radiogeschichte

Auf der Jagd im Dschungel von Borneo

Leben im Dschungel - Radiogeschichte

Auf der Insel Borneo stehen die Urwälder schon länger, als es Menschen gibt. Wie Menschen hier leben hat KiRaKa-Reporter Erhardt Schmid erkundet - bei einer aufregenden Reise quer durch die Insel.

Leben im Dschungel - Radiogeschichte

WDR 5 KiRaKa Radiogeschichten 16.08.2020 52:15 Min. Verfügbar bis 11.08.2021 WDR 5 Von Erhardt Schmid

Download

Borneo ist eine riesige Insel in Südostasien mit vielen Urwäldern, mehr als doppelt so groß wie Deutschland. Dort sollen Menschen noch frei durch den Dschungel wandern, Tiere jagen und Pflanzen sammeln, ohne Haus, Dusche und Handy leben – so wie die Menschen bei uns vor langer Zeit.

In Deutschland wurden die meisten Wälder irgendwann von Menschen gepflanzt. Auf Borneo ist das noch anders: Hier stehen die Urwälder schon länger, als es Menschen gibt. Allerdings liest man immer öfter, dass auch auf Borneo der Dschungel gerade abgeholzt wird.

Eine aufregende Reise quer durch Borneo

Deshalb reist KiRaKa-Reporter Erhardt Schmid dorthin, um rechtzeitig die letzten Urwaldmenschen zu treffen. Können sie dort noch leben, genügend Pflanzen und Tiere zum Essen finden? Und werden sie überhaupt mit Erhardt sprechen wollen: einem Fremden, den sie gar nicht kennen, in einer Gegend, wo kaum Fremde vorbeikommen?

Leben im Dschungel
Eine Radiogeschichte über die Urwaldmenschen auf Borneo
von Erhardt Schmid
Redaktion: Susanne Kuttler
Produktion: WDR 2020
ab 8 Jahren

Fotos vom Leben im Dschungel von Borneo

Hier könnte ihr euch Fotos anschauen, von den Menschen und Orten, die in der Radiogeschichte "Leben im Dschungel" vorkommen.

Kohletagebau im Dschungel von Borneo

Seine erste Fahrt durch den Regenwald von Borneo hatte Reporter Erhardt Schmid sich anders vorgestellt: Schon nach einer halben Stunde tut sich eine riesige Grube neben der Piste auf und Bagger schürfen Kohle. Über dem Tagebau liegt Kohlenstaub in dichten Wolken.

Seine erste Fahrt durch den Regenwald von Borneo hatte Reporter Erhardt Schmid sich anders vorgestellt: Schon nach einer halben Stunde tut sich eine riesige Grube neben der Piste auf und Bagger schürfen Kohle. Über dem Tagebau liegt Kohlenstaub in dichten Wolken.


Der Punan Kawi und seine Frau schauen unglücklich in Erhards Kamera: Als wären sie aus einem Urwald entführt und in ihrem Dörfchen Saturan abgesetzt worden.


Bei Kalasin führt die Fahrt über einen schmalen Fluss, auf dessen Boden das Boot immer wieder aufsetzt. Dann müssen wir hinaus, um zu schieben: vorneweg Itschong und Dolmetscherin Jolanda


Auf seiner Borneoreise hält Reporter Erhardt die Einheimischen immer auf: hier beim Versuch, einen Baumsteig zu erklimmen.


Der Punan Gani gehört zu den Ältesten von Kalasin, seine Frau Tika geht immer noch gelegentlich im Dschungel Gold suchen. Die beiden sind froh, nicht länger im Wald zu schlafen, sondern in ihrem kleinen Dorf.


Der kleine Jorgi, zwei Jahre alt, schaut auf einem Smartphone einen Zeichentrickfilm mit Donald Duck.


Guman führt eine Großfamilie, die Jahrhundertelang durch die Wälder Borneos zog, aber vor kurzem ihre erste Hütte baute.


Doch weil die nächsten Geschäfte viele Kilometer entfernt sind, ernährt sich die Familie weiterhin vom Wald: Gumans Schwiegersohn Pedeu (links) und sein Sohn Abo werden gleich mit ihren Blasrohren ein Borneo-Hörnchen erlegen.


Dass die Hütten der Familie Guman neu sind, kann man an der hellen Farbe der Holzplanken erkennen. Auf alten Luftbildern sieht man hier noch dichten Dschungel.


Auch die Dschungelnomaden roden Urwald - aber nur auf kleinen Flächen, um sich selbst zu versorgen. Ob der Urwald überleben kann, hängt allein davon ab, ob große Konzerne auch in Zukunft so schlimm abholzen dürfen wie bisher.

Stand: 11.08.2020, 13:13

Darstellung: