Mit dem linken Fuß zuerst - Radiogeschichte

Die erste Mondlandung

Mit dem linken Fuß zuerst - Radiogeschichte

21. Juli 1969 deutscher Zeit: Neil Armstrong steht in einem dicken Raumanzug auf der Leiter der Mondlandefähre Eagle. Dann hebt er seinen linken Fuß von der letzten Stufe und setzt ihn auf den Boden.

Mit dem linken Fuß zuerst - Radiogeschichte

KiRaKa - Kinderhörspiel im WDR 21.07.2019 45:47 Min. Verfügbar bis 16.07.2020 KiRaKa Von Sarah Ziegler

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Damit wird Armstrong der erste Mensch, der je den Mond betreten hat. Doch wie genau lief diese Landung damals ab? Warum lauschten so viele Menschen in dieser Nacht vor rauschenden Radios und hockten sich dicht gedrängt vor schwarz-weiß flimmernde Fernseher?

50 Jahre nach der ersten Mondlandung

Die KiRaKa-Radiogeschichte wirft nicht nur einen Blick zurück auf die erste Mondlandung. Sie fragt auch nach: Was wissen wir eigentlich über den Mond? Was haben wir mit Hilfe des Mondgesteins und Staubs gelernt, den die Astronauten von dort mitgebracht haben? Und: Warum war eigentlich schon so lange niemand mehr auf dem Mond?

"Ein kleiner Schritt für einen Menschen...

...aber ein großer Sprung für die Menschheit." Am 21. Juli 1969 deutscher Zeit steht der Astronaut Neil Armstrong als erster Mensch auf dem Mond. Hier könnt ihr euch Bilder zur ersten Mondlandung vor 50 Jahren anschauen.

Bilder zur ersten Mondlandung

In einer Rede vor dem US-Kongress im Jahr 1961 sagt der damalige US-Präsident John F. Kennedy, dass die USA so schnell wie möglich einen Menschen auf den Mond bringen sollen. Das ist der Startschuss für die Apollo-Missionen. Kennedy selber erlebt die erste Mondlandung 1969 nicht mehr mit.

In einer Rede vor dem US-Kongress im Jahr 1961 sagt der damalige US-Präsident John F. Kennedy, dass die USA so schnell wie möglich einen Menschen auf den Mond bringen sollen. Das ist der Startschuss für die Apollo-Missionen. Kennedy selber erlebt die erste Mondlandung 1969 nicht mehr mit.

Am 16. Juli 1969 starten die drei Astronauten Neil Armstrong, Edwin "Buzz" Aldrin und Michael Collins mit der Mission Apollo 11 zum Mond. Vorher mussten sie einiges lernen, zum Beispiel wie die Technik von Raumschiff und Rakete funktioniert und wie sie sich auf dem Mond bewegen. Vor dem Start verbringen sie die letzten beiden Wochen in Quarantäne, um im All nicht krank zu werden.

Hier seht ihr die Kommandozentrale im Kennedy Space Center in Florida. Hier wird an 450 Computerstationen jede technische Einzelheit der Rakete überwacht. Und natürlich gucken die Experten auch ganz gebannt dem Start zu.

Dann eine riesige Explosion - die Rakete hebt langsam ab und saust in den Himmel. Sie startet in Cape Canaveral, dem US-Weltraumbahnhof. In Raumanzügen sitzen die Astronauten in der winzig kleinen Kommandokapsel Columbia. Von Parkplätzen, Autobahnen und anderen Orten rund um den Weltraumbahnhof gucken viele Menschen zu.

In dieser Mondlandefähre, der Eagle, fliegen Buzz Aldrin und Neil Armstrong zum Mond hinunter. Michael Collins bleibt in der Kommandokapsel Columbia zurück. Er wird den Mond nicht betreten und fliegt solange alleine um ihn herum. Später muss die Eagle wieder an der Columbia andocken - sonst können die Astronauten nicht zur Erde zurückkehren.

Dann ist es soweit - der Adler ist gelandet. Die Landekapsel Eagle ist nach einigen Problemen auf dem Mond gelandet. Neil Armstrong verlässt als Erster die Kapsel und geht Stufe für Stufe die Metalltreppe herunter. Er setzt den linken Fuß von der Treppe auf den Boden. Und damit ist er der erste Mensch auf dem Mond. Dann sagt er den berühmten Satz: "That's one small step for a man. One giant leap for mankind." Das heißt: "Es ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit."

Auf der ganzen Welt stehen und sitzen rund 600 Millionen vor Schwarz-Weiß-Fernsehern und schauen, was auf dem Mond passiert.

Zweieinhalb Stunden spazieren Armstrong und Aldrin auf dem Mond. Dann geht es zurück zur Columbia und dann zurück zur Erde. Die Raumkapsel Columbia landet im pazifischen Ozean. In einem Helikopter sind Taucher sofort zur Stelle, die den Astronauten helfen auszusteigen. Auch jetzt müssen die drei wieder in Quarantäne, denn die Angst vor unbekannten Mondkrankheiten ist groß.

Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins werden als Helden mit großen Paraden gefeiert. Sie starten allerdings alle drei nicht noch einmal als Astronauten ins All.

Mit dem linken Fuß zuerst
Eine KiRaKa-Radiogeschichte über die erste Mondlandung
Von Sandra Doedter und Sarah Ziegler
Produktion WDR 2019
Redaktion: Ulla Illerhaus
ab 6

Stand: 17.07.2019, 14:59

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