Abends kommt der Ameisenbär - Radiogeschichte

Ameisenbär

Abends kommt der Ameisenbär - Radiogeschichte

Große Ameisenbären durchstreifen mit ihrer langen Bananenschnauze und einem buschigem Schwanz das Pantanal, ein wildes Naturparadies im Herzen Südamerikas. Ihnen auf der Spur: Zoologin Lydia Möcklinghoff.

Abends kommt der Ameisenbär - Radiogeschichte über das Pantanal

WDR 5 KiRaKa Radiogeschichten 26.03.2021 51:59 Min. Verfügbar bis 26.03.2022 WDR 5 Von Lydia Möcklinghoff


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Gürteltier Kasimir lebt in Lydias Garten

Sie lebt und forscht seit über zehn Jahren im brasilianischen Busch.
In ihrem Garten wohnt ein Gürteltier, in ihren Schuhen Frösche, über dem Dach ihrer Hütte kreischen Papageien und am See vor der Tür jagt der Puma nachts auch mal nach Wasserschweinen.

Bilder zur Radiogeschichte "Abends kommt der Ameisenbär"

Mit Cowboys unterwegs

In dieser Radiogeschichte nimmt Lydia euch mit auf Expedition durchs Pantanal. Auf der Pirsch nach Ameisenbären und anderen wilden Tieren begegnen Lydia aber auch Menschen – allen voran ihre Nachbarn und Freunde: echte brasilianische Cowboys. Sie reiten morgens mit Pferd, Lasso und Sporen an den Stiefeln in den Sonnenaufgang, um die Rinderherden zu versorgen, die auf den großen Ebenen unterwegs sind. An schulfreien Tagen ist auch der zehnjährige Bruno mit dabei. Er zeigt Lydia, was er alles lernen muss, um, wie sein Opa und ein Vater, ein echter Cowboy zu werden.

Abends kommt der Ameisenbär
Eine Radiogeschichte über das Leben und Forschen im brasilianischen Naturparadies
Von Lydia Möcklinghoff
Redaktion: Sarah Ziegler
Produktion WDR 2021
ab 6 Jahren

Bilder aus dem wilden Pantanal

Lydia Möcklinghoff begegnet bei ihrer Arbeit vielen Tieren. Einige davon könnt ihr hier anschauen. Wenn ihr wissen wollt, wo Lydia als Forscherin arbeitet und mit wem sie es dabei so zu tun hat, klickt euch durch ihre Fotos.

Bilder zur Radiogeschichte "Abends kommt der Ameisenbär"

Als Zoologin forscht Lydia Möcklinghoff seit über 10 Jahren im Pantanal. Einem großen Feuchtgebiet im Wilden Westen Brasiliens. Durch die zahllosen Seen kommt sie bei der Arbeit oft nur auf dem Pferderücken. ©Julia Hauschild

Als Zoologin forscht Lydia Möcklinghoff seit über 10 Jahren im Pantanal. Einem großen Feuchtgebiet im Wilden Westen Brasiliens. Durch die zahllosen Seen kommt sie bei der Arbeit oft nur auf dem Pferderücken. ©Julia Hauschild

Das Pantanal ist wie ein buntes Puzzle aus Wäldern, Seen und Savannen. Weil hier viele verschiedene wilde Tiere ein Zuhause finden, gilt es als eines der größten Tier- und Naturparadiese der Erde.

Lydia erforscht Säugetiere, die im Pantanal leben. Im Zentrum ihrer Forschung steht der Große Ameisenbär. Ein sehr besonderes Tier, das ausschließlich in Süd- und Mittelamerika lebt.

Wasserschweine sind die größten Nagetiere der Welt. In der Wasserschwein-Großfamilie trinken alle Babys bei allen Weibchen Milch. Also auch bei den Tanten. Das sieht dann manchmal aus wie an einer Milchbar.

Lydias Haus liegen direkt am Fluss, zwischen Palmen und Kakteen, in denen die Kolibris toben. Morgans machen so viele Vögel Lärm in den großen Bäumen, dass man sich keinen Wecker stellen muss.

Im Garten wohnt ein Gürteltier. Es gräbt hier in der Erde zahllose Löcher, um nach Wurzeln, Insekten oder anderen Leckerbissen zu suchen. Lydia hat das Haus- und Hof-Gürteltier Kasimir getauft.

Cowboys kümmern sich seit Jahrhunderten um die Rinder, die im Pantanal gezüchtet werden. Der 10-jährige Bruno lernt gerade Cowboy zu sein. Er schaut ganz genau zu, wie sein Großvater das Lasso wirft.

Schön, aber sehr laut: Die Grünflügelaras. Eine von unzähligen bunten Papageienarten die hier überall in den Bäumen toben. Sie jagen Lydia bei der Arbeit gerne mal einen Schrecken ein, indem sie plötzlich aus Leibeskräften vom Baum schreien.

Ein anderer Forscher erforscht die Jaguare in der Region. Die größte Katze Südamerikas sieht ein bisschen aus wie ein Leopard, ist aber eine ganz andere Tierart.

Ameisenbären tragen ihre Babys bis zu neun Monate auf ihrem Rücken. Die Fellzeichnung hilft, die Jungtiere zu tarnen: Der schwarzen Streifen über der Schulter verschmilzt bei Mutter und Baby. So ist kaum erkennbar, wo die Mama aufhört und das Baby anfängt.

Lydia erforscht Ameisenbären seit über 10 Jahren im Pantanal. Sie hat ein Fotoregister angelegt und kennt einige Ameisenbären schon seit vielen Jahren.

Auch nach vielen Jahren Ameisenbärenforschung, gibt es auch für Lydia immer wieder ganz besondere Momente. Wie hier: Das Baby ist vom Rücken der Ameisenbärenmama gestiegen, um sich von ihr zeigen zu lassen, was man als Ameisenbär so frisst. Überraschung: Ameisen!

Stand: 24.03.2021, 17:51

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