Auf Handwerker muss man lange warten

Handwerker arbeiten an einem beschädigten Dach

Auf Handwerker muss man lange warten

In den Hochwassergebieten müssen kaputte Häuser, Schulen und Straßen wieder aufgebaut werden. Doch für die Reparaturen fehlt es an genug Handwerkern und Baustoffen wie Holz und Edelstahl.

Warum muss man so lange auf Handwerker warten?

WDR 5 KiRaKa Thema des Tages 05.08.2021 03:31 Min. Verfügbar bis 05.08.2022 WDR 5 Von Jan-Philipp Wicke


Download

Hausmeister Günter Reiz geht durch einen zerstörten Klassenraum der Swistbachschule in Swisttal-Heimerzheim

Ein zerstörter Klassenraum in Swisttal.

Viele Schulen sind in Nordrhein-Westfalen durch die Hochwasser beschädigt worden. Schulministerin Yvonne Gebauer ist aber zuversichtlich, dass der Schulstart in den Hochwassergebieten gelingen kann. Es kann aber sein, dass an der ein oder anderen Schule erstmal kein Sportunterricht stattfinden kann, weil die Turnhalle zu stark zerstört ist. Eventuell können auch einzelne Klassenräume nicht genutzt werden.

Handwerker sind sehr begehrt

Dachdecker bei der Arbeit

Ein Dachdecker bei der Arbeit.

Es wird aber lange dauern, bis alle Häuser wieder aufgebaut sind. Es fehlt nämlich an Handwerkerinnen und Handwerkern. Denn viele Leute brauchen jetzt gleichzeitig Hilfe. Das heißt, dass es zu langen Wartezeiten kommen wird. Die Handwerkskammer von Nordrhein-Westfalen hat das mal vorgerechnet: Am längsten wartet man zurzeit auf Zimmerer und Dachdecker und zwar bis zu 13 Wochen, das sind also drei Monate. Sie reparieren Dächer und die Zimmerleute kümmern sich beispielsweise um Balken aus Holz, die in Häusern verbaut sind. Maurer sind auch sehr gefragt, die Häuser und Mauern wieder errichten. Aber auch auf Heizungsbauer, Fliesenleger und Maler muss man um die zehn Wochen warten.

Auch Rohstoffe sind knapp

Eine Warteschlange vor einem Baumarkt in Köln

Lange Warteschlange vorm Baumarkt

Die Handwerker versuchen gerade alles, um schnell zu helfen. Es fehlt auch an den Rohstoffen, die die Handwerker verbauen können. Das fängt teilweise bei speziellen Schrauben und Kabeln an. In den Baumärkten und bei den Baustoffhändlern sind die Regale mit Holz, Rohren, Blechen oder Dämmmaterial für Dächer teilweise komplett leer gekauft. Das liegt nicht nur am Hochwasser, sondern daran, dass auf der ganzen Welt gerade viel gebaut wird. Und durch die Corona-Pandemie sind viele Lieferwege immer noch unterbrochen, so dass es schwierig ist, alle Teile zum Beispiel für eine Heizungsanlage zusammenzubekommen, wenn einige Bauteile aus Asien oder Nordamerika kommen.

Stand: 05.08.2021, 16:30

Darstellung: