Aufgemalte Augen schützen Rinder

Auf dem Hinterteil einer Kuh sind zwei Augen aufgemalt

Aufgemalte Augen schützen Rinder

Für Besitzer von Rinderherden in Afrika ist es ein Alptraum, wenn Raubtiere wie Löwen die Rinder als Beute betrachten und sie angreifen. Aber mit einem Trick kann man die Löwen überlisten.

Aufgemalte Augen schützen Rinder vor Löwen

WDR 5 KiRaKa ohne Download 10.08.2020 01:18 Min. Verfügbar bis 10.08.2021 WDR 5


Im Okavango-Delta im Land Botswana in Afrika waren in den letzten vier Jahren ganz besondere Kühe unterwegs. Sie hatten ein Gesicht auf ihrem Popo. Kein Witz. Die Besitzer von Rinderherden haben den Tieren einfach zwei große Augen auf den Hintern gemalt. Der Schwanz der Kuh sieht dann aus wie die Nase und der Popo wie der Mund.

Mit Augen auf dem Popo Rinder schützen

Aber warum das alles? Ganz einfach: Raubtiere wie Löwen, Leoparden oder Hyänen finden Rinder sehr sehr lecker und jagen sie gern. In dem Moment, wo die Besitzer den Rindern Augen auf den Hintern gemalt haben, haben die Raubtiere aber offenbar das Interesse an den Kühen verloren. Vor allem die Löwen wurden dadurch verscheucht. Löwen schleichen sich nämlich am liebsten heimlich an ihre Beute heran, zum Beispiel von hinten. Hinten, also am Po der Kuh, blickten ihnen dann aber plötzlich zwei große Augen entgegen! Ergebnis: Die Löwen fühlen sich beobachtet und entdeckt und brechen den Angriff ab.

Löwen konnten verscheucht werden

Vier Jahre lang wurden die Popo-Gesichter getestet. Ergebnis: Der Trick funktioniert tatsächlich. Von den Popo-Augen-Rindern wurde in der Zeit kein einziges von einem Löwen getötet. Wenn alle Rinderpopos einer Herde mit Augen bemalt werden, könnten sich die Löwen aber vielleicht auch irgendwann an die neue Situation gewöhnen, sagen die Forscher.

Stand: 10.08.2020, 16:18

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