Leichteres Leben durch Corona-Schnelltests?

Tim (9) führt unter der Aufsicht seines Vaters einen Corona-Selbsttest durch

Leichteres Leben durch Corona-Schnelltests?

Klingt erst mal gut: Wenn sich alle regelmäßig zuhause selbst auf Corona testen, ist es in den Schulen und Kitas sicherer. Doch leider hat die Sache auch einen Haken.

Mehr Sicherheit in Schulen und Kitas durch Corona-Schnelltests?

WDR 5 KiRaKa Thema des Tages 18.02.2021 05:02 Min. Verfügbar bis 18.02.2022 WDR 5 Von Jan-Philipp Wicke


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Mit Schnelltests könnte man herausfinden, ob man sich mit dem Coronavirus angesteckt hat. Auch Schulen und Kitas würden dadurch sicherer werden. Man würde Leute finden, die sich mit Corona angesteckt haben, aber das bislang gar nicht selbst gemerkt haben, weil sie sich nicht krank fühlen. Alle, bei denen ein Schnelltest das Coronavirus nachgewiesen hat, müssten sich dann sofort in Quarantäne zu Hause begeben und könnten niemanden mehr anstecken.

Können sich Kinder selbst testen?

Zurzeit können die Schnelltests nur Ärzte, Krankenschwestern und geschultes Personal machen. Für die Zukunft ist aber angedacht, dass an den Schulen mehrere Lehrerinnen und Lehrer eine Schulung erhalten und dann zuständig für die Tests sind. Und wenn es bald noch mehr und andere Tests gibt, dann könnten die Kinder sich auch selbst testen.

Wie sicher sind Corona-Schnelltests?

Leider hat die Sache einen Haken. Die Schnelltests sind nämlich nicht zu hundert Prozent sicher. Und man muss die Tests ganz genau nach Anleitung machen. Schon beim kleinsten Fehler kann der Test ein falsches Ergebnis liefern. Außerdem schlagen die Schnelltests erst Alarm, wenn man eine bestimmte Menge von Coronaviren in sich trägt. Es kann also sein, dass man sich angesteckt hat, der Schnelltest, es aber noch nicht anzeigt, weil noch zu wenig Viren im Körper sind. Ein Restrisiko bleibt also.

Wie funktionieren Schnelltests?

Erstmal bekommt man ein Wattestäbchen ganz tief in den Rachen oder in die Nase geschoben. Dabei wird eine Probe aus dem Körper genommen und in ein Plastikkästchen gesteckt. In diesem Kästchen ist eine Flüssigkeit drin, die mit der Probe reagiert. Es wird untersucht, ob Bauteile des Coronavirus, so genannte Proteine, das sind Eiweiße, in der Probe drin sind. Wenn ja, dann zeigt der Test in der Regel zwei Striche an und das bedeutet positiv. Bei einem negativen Test erscheint nur ein Strich und alles ist in Ordnung.

Wo werden schon Schnelltests in Schulen eingesetzt?

In Österreich werden an den Schulen schon Schnelltests eingesetzt. Dort machen das die Schülerinnen und Schüler sogar selbst. Mit einem Tupfer nehmen sie eine Probe aus der Nasenhöhle. Das soll angeblich so leicht wie Nasebohren sein. Nach 15 Minuten hat man dann ein Ergebnis. So wurden schon einige Leute gefunden, die Corona hatten und es aber noch nicht gemerkt haben. Größere Ausbrüche konnten verhindert werden und die Schulen blieben offen. Trotz der Schnelltests ist es aber ganz wichtig, sich weiter an die Corona-Sicherheitsregeln zuhalten: Masken tragen, regelmäßig Händewaschen, Abstand halten und immer mal wieder die Fenster aufreißen und lüften.

Stand: 18.02.2021, 15:43

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