Viele neue Wörter im Duden

Eine Seite des Dudens ist aufgeschlagen

Viele neue Wörter im Duden

Influencer, Covid-19 oder Fridays For Future. Diese Wörter nutzen wir ganz selbstverständlich. Jetzt hat sich auch der Duden dazu entschieden, sie ins wichtigste deutsche Wörterbuch aufzunehmen.

3000 neue Wörter im Duden - wer entscheidet das?

WDR 5 KiRaKa Thema des Tages 10.08.2020 04:21 Min. Verfügbar bis 10.08.2021 WDR 5 Von Jan-Philipp Wicke

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Im neuen Duden gibt es 3000 neue Stichwörter. Insgesamt stehen im Duden 148.000 Begriffe. Mit fast 1300 Seiten ist der Duden so dick wie noch nie. Die Herausgeber des Dudens sagen, dass sie immer die Veränderungen der deutschen Sprache im Wörterbuch berücksichtigen wollen. Deshalb sind jetzt neue Wörter drin, die zurzeit in aller Munde sind.

Die Corona-Krise im Duden

Zum Beispiel steht das Wort Covid-19 im neuen Duden drin. Das ist die Lungenkrankheit, die durch das Coronavirus ausgelöst werden kann. Und auch Lockdown hat es in das Wörterbuch geschafft. Lockdown bedeutet, dass Geschäfte und Schulen geschlossen sowie alle Veranstaltungen abgesagt werden. Diese Situation hatten wir zu Beginn der Corona-Pandemie im vergangenen März und April. Übrigens, das Wort Coronavirus steht bereits seit 2002 im Duden. Damals verbreitete sich die Krankheit SARS vor allem in Asien und die wurde auch durch Coronaviren ausgelöst.

Auch der Umweltschutz spielt eine Rolle im Duden

Doch nicht nur das Coronavirus ist wichtig. Auch das Thema Umwelt ist in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden ist. Die Bewegung Fridays for Future hat jetzt einen Platz im Duden. Auch die richtige Schreibweise von bienenfreundlich kann man jetzt nachschlagen. Bienenfreundlich bedeutet, dass man Wiesen und Felder wachsen lässt und nicht ständig mäht, damit dort Bienen oder andere Insekten in Ruhe leben können.

Wer entscheidet über die neuen Wörter?

Die Duden-Redaktion bestimmt, welche Wörter in das Wörterbuch kommen. Beim Duden arbeiten ganz viele Sprachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die fast alle Germanistik studiert haben. Sie wissen ganz viel über die deutsche Sprache. Mit Hilfe von Computern und speziellen Programmen durchsucht die Redaktion alle möglichen Texte auf neue Wörter. Sie lesen Zeitungsartikel und Bücher. Sie hören sich Reden von Politikerinnen und Politikern an oder schauen auch mal in Bastel- und Reparaturanleitungen nach. Wenn Worte sehr häufig vorkommen und über lange Zeit benutzt werden, dann steigt ihre Chance im Duden aufgenommen zu werden.

Stand: 10.08.2020, 16:27

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