Auf die Kinder wird zu wenig gehört

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Auf die Kinder wird zu wenig gehört

In einer großen Umfrage ist die Mehrheit der Deutschen dafür, dass die Kinderrechte ins Grundgesetz aufgenommen werden. Und: Kinder leiden sehr unter der Coronakrise.

Kinderinteressen kommen in der Coronakrise zu kurz

WDR 5 KiRaKa ohne Download 16.09.2020 01:24 Min. Verfügbar bis 16.09.2021 WDR 5

Die Interessen von Kindern das wird in der Coronakrise nicht genug berücksichtigt. Das hat eine aktuelle Umfrage ergeben, die das Deutsche Kinderhilfswerk veröffentlicht hat. Viele Politiker würden sich in der Coronazeit zwar bemühen, an die Kinder zu denken, hat Thomas Krüger, der Präsident des Kinderhilfswerks, gesagt – etwa an den Schulen oder in Kitas. Aber in den allermeisten Fällen würden Kinder und Jugendliche eben nicht selbst nach ihrer Meinung gefragt, also miteingebunden, sondern die Erwachsenen würden für sie entscheiden.

Kinderrechte sollen ins Grundgesetz aufgenommen werden

Auch die Umfrage selbst wurde nicht unter Kindern gemacht, sondern unter Erwachsenen ab 18 Jahren. Von denen sagen drei von vier: Ja, stimmt, die Anliegen von Kindern kommen in der Coronazeit zu kurz. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht, die sich um Rechte und Gesetze in Deutschland kümmert, hat gesagt: Die Rechte von Kindern müssen im Grundgesetz verankert werden! Das Grundgesetz ist die wichtigste Gesetzessammlung, die wir haben.

Wegen der Coronakrise können viele Kinder nicht zur Schule

Drei von vier der Befragten sagten auch: Corona führt dazu, dass Kinder weniger und schlechter lernen können. Das Kinderhilfswerk Unicef hat diese Einschätzung gestern bestätigt – und zwar nicht nur für Deutschland, sondern für die ganze Welt: Im Moment könnten rund 872 Millionen Kinder weltweit nicht in ihre Klassen. Und für Kinder ohne Internetzugang falle der Unterricht ganz aus. Corona, so Unicef, habe zu einem weltweiten "Bildungs-Notfall" geführt.

Stand: 16.09.2020, 16:57

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