Ein Leuchtturm im Umzug

Leuchtturm

Ein Leuchtturm im Umzug

Weil ein Leuchtturm ins Meer zu stürzen drohte, musste er kurzerhand umziehen. Weil der Turm tonnenschwer ist, musste ein besonderes System her!

Damit er nicht ins Wasser fällt, musste ein Leuchtturm umziehen

KiRaKa 22.10.2019 00:54 Min. Verfügbar bis 21.10.2020 KiRaKa

Ein Leuchtturm steht normalerweise einfach nur da. Wie ein Fels in der Brandung, wie man so schön sagt. Die Lampe oben im Turm bewegt sich, um den Schiffen den Weg zu weisen. Der Turm selbst bewegt sich aber normalerweise nicht.

Der Leuchtturm drohte ins Meer zu stürzen

An der Westküste Dänemarks musste ein Leuchtturm seinen Platz verlassen, weil er drohte, ins Meer zu stürzen. Früher mal war der Leuchtturm rund 200 Meter vom Meer entfernt. Im Laufe der Jahre ist die Küste aber durch Wind und Wetter immer mehr abgetragen worden. Irgendwann stand der Turm viel zu nah am Abgrund einer Steilküste.

Von einem Platz zum anderen gerollt

700 Tonnen ist der Leuchtturm schwer. Natürlich kann man den nicht so einfach von einem Ort zum nächsten tragen. Deshalb wurde er auf Rollen gestellt und langsam etwa 70 Meter von der Küste weg ins Landesinnere geschoben. Dafür wurden extra Schienen verlegt.  Viele Leute waren da, um sich das seltene Spektakel anzuschauen.

Wegweiser im Meer: Leuchttürme

In Dänemark ist gerade ein Leuchtturm umgezogen. Tatsache! Wie das geht - und jede Menge andere spannende Einzelheiten über die Wegweiser im Meer findet ihr in dieser Fotogalerie!

Der 120 Jahre alte Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr ist eine Touristenattraktion in Dänemark. Er ist 23 Meter hoch. Für seinen Umzug steht er hier auf Rädern und Schienen.

Weil der Sand an der dänischen Küste immer weiter von Meer, Luft und Wasser abgetragen wird, drohte der Rubjerg Knude Fyr ins Meer zu stürzen. Deshalb wurde er jetzt rund 70 Meter von der Küste weggerückt. Hier seht ihr aus der Luft die Strecke, die er zurücklegt.

Der 700 Tonnen schwere Turm wurde auf Rollelemente gehoben, die auf Schienen liegen. So wurde der Rubjerg Knude Fyr an einen neuen Platz gebracht. Etwa 15 Stunden hat der Transport gedauert.

Leuchttürme wie dieser hier in Rostock stehen in Hafeneinfahrten oder im Küstengebiet und sollen den Schiffen den Weg weisen, besonders nachts oder bei schlechtem Wetter. Sie weisen auf gefährliche Strömungen oder Riffe hin.

Am westlichsten Punkt Frankreich, am Pointe du Raz, steht einer der spektakulärsten Leuchttürme, der "Ar Men". Das ist bretonisch und bedeutet: der Stein. Seit 120 Jahren ist er der Gewalt des Meeres ausgesetzt. Der Felsen auf dem er steht, ist oft komplett überflutet.

Der Leuchtturm Corouan ist auch sehr bekannt. Seit über 300 Jahren ist er in Betrieb und damit der dienstälteste Leuchtturm Frankreichs. Er steht vor der Atlantikküste an einer Stelle, die für Schiffe den Weg von oder nach Bordeaux markiert.

Spektakulär sehen manche Leuchttürme auch von innen aus: Das hier ist der Treppenaufgang im Leuchtturm Phare d'Eckmühl in der Bretagne.

Der Phare (französisch für Leuchtturm) d’Eckmühl ist mit 60 Metern Höhe einer der höchsten Leuchttürme Europas. An der Küste der Bretagne gibt es besonders viele Leuchttürme, weil sie so felsig ist und deshalb für Schiffe besonders gefährlich.

In diesem Leuchtturm auf der Nordsee-Insel Pellworm geht es gemütlich zu. Hier kann man sogar heiraten, denn hier hat sich das Standesamt der Insel niedergelassen.

Früher brannten in Leuchttürmen echte Feuer. Heute dienen Glühlampen als Lichtquelle. Sie sind von speziellen Linsen umgeben. Nicht die Größe der Glühbirne sorgt für die nötige Helligkeit, sondern ihre Lichtstärke. Die Lampen können eine Leistung von mehreren 1000 Watt haben. Das heißt, dass ihr Licht teilweise noch in über 50 Kilometern Entfernung zu sehen ist.

Auch die Bemalung eines Leuchtturms ist wichtig. Der Turm soll sich bei jedem Wetter deutlich von der Umgebung abheben, deshalb sind starke Farben und Muster gefragt. Dieser hübsche Typ Leuchtturm mit den Rauten heißt Cape Lookout Lighthouse und steht in den USA, im Staat North Carolina.

Früher haben Leuchtturmwärter oft monatelang alleine im Turm gelebt. Heutzutage werden viele Leuchttürme aus der Ferne betrieben. So wie dieser hier auf der Hafenmauer am Sassnitzer Stadthafen auf Rügen.

Stand: 22.10.2019, 18:06

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