Gas entdeckt: Gibt es Leben auf der Venus?

Der Planet Venus leuchtet gold-gelb.

Gas entdeckt: Gibt es Leben auf der Venus?

Ein britisches Forschungsteam hat das Gas Phosphan in den Wolken der Venus entdeckt. Das könnte ein Hinweis für außerirdisches Leben sein.

Forscher finden Spuren von Leben auf der Venus

WDR 5 KiRaKa Thema des Tages 15.09.2020 03:52 Min. Verfügbar bis 15.09.2021 WDR 5 Von Jan-Philipp Wicke

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Es ist eine spannende Meldung. Britische Forscher berichten, dass die Spuren von Leben auf dem Planeten Venus entdeckt haben. Aber kleine grüne Männchen oder andere große Lebewesen sind das nicht. Es wurde nur ein Gas entdeckt. Das Gas heißt Phospan und ist eigentlich giftig. Das spannende an dem Gas ist aber, dass es auf der Erde nur von Lebewesen hergestellt wird. Phosphan entsteht, bei Tiere im Darm, wenn sie etwas verdauen.

Phosphan auf der Venus gefunden

Auf der Venus selbst wurde das Gas Phosphan aber nicht entdeckt. Denn auf der Venusoberfläche ist es fast 500 Grad heiß und der Luftdruck ist dort so hoch, dass alles zerquetscht werden würde. Und auf der Venus sind Tausende von Vulkanen. Also, eher kein Ort, wo man an Leben denkt. Deshalb wurde das Phosphan in den Venuswolken entdeckt. In gut 50 Kilometern Höhe sind die Temperaturen angenehmer. Und vielleicht steckt dort irgendwo das Leben. Was das aber sein könnte, wissen die Forscher noch nicht.

Raumsonden könnten für Aufklärung sorgen

Um die Venus besser untersuchen zu können, träumen die Fachleute von neuen Raumsonden. Diese Sonden könnten dann durch die Wolken fliegen und messen, wo das Phosphan-Gas überall vorkommt. Aber so etwas zu bauen, dauert. In den nächsten zehn Jahren wird da wahrscheinlich erstmal nichts passieren. Die Suche nach kleinen grünen Männchen geht also weiter…!

Die Planeten unseres Sonnensystems

Unsere Erde ist Teil unseres Sonnensystems, in dem insgesamt acht Planeten und viele kleinere Himmelskörper um die Sonne kreisen - Zwergplaneten sind auch mit dabei!

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Die riesige Sonne spendet Licht und Wärme und sorgt - zumindest bei uns hier auf der Erde - dafür, dass Leben möglich ist.

Die riesige Sonne spendet Licht und Wärme und sorgt - zumindest bei uns hier auf der Erde - dafür, dass Leben möglich ist.

Der Merkur ist von der Sonne aus gesehen der nächste, erste Planet unseres Sonnensystem. Weil die Sonne so nah ist, wird es tagsüber auf seiner Oberfläche über 400 Grad warm!

Der Planet Venus ist ungefähr so groß wie unsere Erde. Manchmal können wir ihn sogar mit bloßem Auge sehen. Unter seinen scheinbar friedlichen Wolken toben aber unzählige, aktive Vulkane - der größte allein ist so groß wie ganz Deutschland!

Unsere Erde! 365 Tage lang braucht unser Planet, um einmal um die Sonne zu kreisen. Das entspricht genau einem Jahr. Und weil sich die Erde auch um sich selbst dreht, gibt es laufend eine Seite, die der Sonne zugewandt ist und eine, die im Dunkeln liegt. So entstehen Tag und Nacht!

Der Mars wird auch der "rote Planet" genannt. Seine Oberfläche ist voll mit Staub voller Eisenoxid, auch Rost genannt. Momentan gibt es viele Erkundungsmissionen zu unserem Nachbarplaneten. Sogar mit Autos erforschen Wissenschaftler den "roten Planeten".

Der Jupiter ist der größte Planet unseres Sonnensystems. Er hat aber keine feste Oberfläche. Der Jupiter zählt zu den Gasplaneten. Er ist so riesig, dass er - Stand jetzt - 79 Monde hat. Zum Vergleich: Wir haben gerade mal einen ....

Der Saturn ist berühmt für seine Ringe. Die sehen aber nur von weiter weg so aus wie feste Ringe - in Wahrheit bestehen die "Ringe" aus unzähligen kleinen und großen Gesteins- und Eisbrocken, die um den Planeten herumkreisen.

Auch der Uranus ist ein Gasplanet, das heißt, er hat keine feste Oberfläche. Seine obere Schicht besteht vor allem aus Wasserstoff, aber auch aus Helium und Methan. Besonders an ihm ist seine starke Neigung. Der Uranus "eiert" mehr um die Sonne als dass er "kreist".

Der Neptun ist der von der Sonne am weitesten entfernte Planet unseres Sonnensystems. Auf ihm ist es mehr als - 200 Grad kalt und es toben Stürme, die mehr als 1.600 Stundenkilometer schnell sind. Brrrr ....

Und jetzt noch ein neuer Name in unserem Sonnensystem, den wir uns merken können: Hygeia. Das ist der kleinste bisher vermessene Zwergplanet. Es gibt noch fünf weitere in unserem Sonnensystem: Ceres, Pluto, Eris, Haumea und Makemake.

Stand: 15.09.2020, 18:45

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