"Klima-Hysterie" ist "Unwort des Jahres 2019"

"Klimahysterie" steht bei einer Pressekonferenz nach der Bekanntgabe zum "Unwort des Jahres" 2019 auf einer Leinwand

"Klima-Hysterie" ist "Unwort des Jahres 2019"

Sprachexperten haben das Wort "Klimahysterie" zum "Unwort des Jahres 2019" gewählt. Wir erklären euch, warum und was das Wort bedeutet.

Kein schönes Wort

WDR 5 KiRaKa ohne Download 14.01.2020 00:35 Min. Verfügbar bis 13.01.2021 WDR 5

Jedes Jahr wählt eine Jury aus Sprachexperten das sogenannte "Unwort des Jahres". Das ist ein Wort, das von vielen Menschen benutzt wurde oder wird, obwohl es aus Sicht der Sprachexperten kein gutes Wort ist. Weil es zum Beispiel nicht sachlich genug ist und damit Dinge anders rüberkommen, als sie tatsächlich sind. Genau das wirft die Jury dem Wort "Klimahysterie" vor. Die Experten haben es zum "Unwort des Jahres 2019" gewählt.

Jury: Das Wort macht die Klimabemühungen schlecht

Den Begriff „Hysterie“ benutzt man, wenn sich eine große Gruppe von Menschen bei einem bestimmten Thema schnell verletzt fühlt und unkontrolliert aus der Haut fährt. Jetzt werd doch nicht gleich hysterisch! habt ihr vielleicht schon mal gehört. Mit dem Ausdruck "Klimahysterie" würden die Bemühungen, etwas für unser Klima zu tun, ganz grundsätzlich schlecht gemacht, sagt die Jury. So im Sinne von: Ihr spinnt ja alle mit eurem Klimawandel, wir können es nicht mehr hören, lasst uns in Ruhe damit! Das Wort "Klimahysterie" führe aber in die Irre, so die Jury, und rücke die wissenschaftliche Erkenntnis, dass es den von uns Menschen gemachten Klimawandel gibt, in ein schlechtes Licht.

Stand: 14.01.2020, 19:05

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