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Mehr Schutz für die Antarktis gefordert

Die "Antarktis-Kommission" diskutiert über ein riesiges Meeresschutzgebiet. Es soll so groß sein wie die ganze Europäische Union.

Seit Montag sprechen Klima-Experten der sogenannten "Antarktis-Kommission" über einen besseren Schutz der Antarktis. Die Antarktis ist das Gebiet rund um den Südpol und sehr wichtig, wenn es um den Klimawandel geht.

Damit sich die Meere nicht weiter so schnell erwärmen

Klima-Forscherinnen und Forscher aus der ganzen Welt fordern, dass ein neues, riesiges Meeresschutzgebiet in der Antarktis eingerichtet wird. Und zwar, damit sich die Meere nicht weiter so schnell erwärmen. Es soll so groß sein wie die ganze Europäische Union. Damit wäre es die größte Meeresschutzmaßnahme, die es jemals gab.

Die sogenannte "Antarktis-Kommission" wird fast zwei Wochen über die Zukunft der Antarktis diskutieren. Mit dabei sind über 50 Länder, darunter auch Deutschland.

Ganz viel Spannendes über die Antarktis erfahrt ihr im Gespräch zwischen Elke und Doro. Klickt einfach auf den dreieckigen Pfeil oben in der Tonspur, um es euch anzuhören!

Ein Kontinent aus Eis und Schnee - die Antarktis

Die Antarktis ist ein Kontinent, der oft vergessen wird. Klar, hier leben kaum Menschen. Stattdessen steht die Antarktis für Eis, Schnee und Kälte. Und ganz viele besondere Tiere leben dort.

Die Antarktis ist die Gegend rund um den Südpol. Hier ist es eisig kalt. Die Sonne kann die Luft hier nicht so erwärmen wie in der Mitte der Erdkugel.

Die genaue Größe des Antarktis-Festlands ist bis heute nicht bekannt. Der Grund ist, dass große Teile aus Schelfeis bestehen. Das sind Eisflächen, die im Meer schwimmen und auch immer wieder abbrechen.

Im Durchschnitt ist das Eis 2,16 Kilometer dick. Die bisher dickste Eisschicht wurde mit 4,776 Kilometern berechnet. Überlegt mal, wie viele Kilometer eure Schule von eurem Zuhause weg ist. Das Eis in der Antarktis ist also unvorstellbar dick.

Die Antarktis ist der trockenste und kälteste Kontinent der Erde. Im Durchschnitt ist es -55 Grad Celsius kalt! Da braucht man spezielle Kleidung, um es dort auszuhalten.

Der Klimawandel und die Erderwärmung machen aber auch vor dem ewigen Eis nicht halt. Forscher beobachten immer häufiger gewaltige Risse im Eis. Wenn ein Teil "abreißt", entstehen riesige Eisberge, die auf dem Meer herumtreiben.

Diese gigantischen Eisberge treiben dann über mehrere tausend Kilometer auf dem Ozean Richtung Norden. Manchmal erreichen sie sogar die Küste von Südamerika.

Auch wenn der Klimawandel die Antarktis bedroht, ist die Natur hier noch größtenteils unberührt. Berühmt ist die Antarktis für ihre einzigartigen Landbewohner: die Pinguine. Eisbären leben dagegen nicht in der Antarktis - sie sind genau am anderen Ende der Welt Zuhause: in der Arktis im Norden.

Die größten und berühmtesten Pinguine sind die Kaiserpinguine. Die Kälte macht ihnen nichts aus, denn ihr dickes Gefieder schützt sie davor. Und wenn es doch mal etwas frisch wird, kuscheln sie sich zusammen!

Auch Orcas und große Wale wie der Blauwal oder der Buckelwal fühlen sich in dem eiskalten Wasser wohl.

Außerdem leben Robben in der Antarktis. Und Zugvögel, die aus anderen Teilen der Welt hierhin fliegen, brüten ihre Eier aus.

Teilen müssen sich die Tiere die Antarktis nur mit wenigen Menschen. Auf modernen Forschungsstationen arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, um in der ganz besonderen Natur Experimente zu machen. Auch Deutschland hat einen Außenposten in der Antarktis - die Neumayer III-Station.

Um die Region vor Umweltverschmutzung und der Ausbeutung durch den Menschen zu schützen, wurde sie zu einer Schutzzone erklärt. Es gehören 25 Staaten und die EU zur sogenannten Antarktis-Kommission, die sich darum kümmert, dass die Antarktis noch besser geschützt wird.

Stand: 18.10.2021, 16:30 Uhr

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