Zwei Bartgeier kommen zurück nach Deutschland

Bartgeier

Zwei Bartgeier kommen zurück nach Deutschland

In den bayerischen Alpen werden am Donnerstag zwei Bartgeier ausgewildert. Die großen Vögel waren lange in Deutschland ausgerottet.

Bartgeier in Bayern ausgewildert

WDR 5 KiRaKa Thema des Tages 10.06.2021 04:49 Min. Verfügbar bis 10.06.2022 WDR 5 Von Lisa Rauschenberger


Download

Bartgeier sind ganz schön große Vögel, sie gehören zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt. Sie sind von einer Flügelspitze bis zur anderen fast 3 Meter lang. Also deutlich länger als ein wirklich großer Mann.

In Deutschland seit über 100 Jahren ausgerottet

In Deutschland gibt es die Bartgeier seit mehr als 100 Jahren gar nicht mehr. Aber am Donnerstag werden zwei junge Bartgeier in den bayerischen Alpen ausgewildert. Walli und Bavaria heißen die beiden Weibchen und sie kommen aus Spanien. Da wurden sie nämlich in einer Zuchtstation geboren. Jetzt sollen die Bayerischen Alpen ihr neues Zuhause werden.

Ein Bartgeier im Nürnberger Tierpark

Hoffentlich bald wieder mehr Bartgeier in Bayern

Vogelschützer hoffen, dass Walli und Bavaria sich dort so wohl fühlen, dass sie auch in der Region bleiben. Sie wollen dort in den nächsten Jahren noch weitere Bartgeier auswildern. Dann vermehren sich die Bartgeier hoffentlich, so dass es in ein paar Jahren vielleicht wieder mehr Bartgeier in Deutschland gibt.

Was zum Geier...

Viele Menschen finden Geier nicht besonders schön. Deshalb sind sie nicht gerade beliebt. Dabei spielen sie eigentlich eine wichtige Rolle für die Umwelt. Mehr über Geier erfahrt ihr in dieser Bildergalerie.

Gänsegeier

Der Gänsegeier ernährt sich ausschließlich von Aas, also verwesendem Fleisch. Dabei frisst er die Innereien am liebsten. Sein Hals ist lang und hat keine Federn, damit die Essensreste nicht darin hängen bleiben.

Der Gänsegeier ernährt sich ausschließlich von Aas, also verwesendem Fleisch. Dabei frisst er die Innereien am liebsten. Sein Hals ist lang und hat keine Federn, damit die Essensreste nicht darin hängen bleiben.

Gänsegeier legen nur ein Ei und brüten es dann etwa 50 Tage aus. Die Männchen und Weibchen bebrüten das Ei abwechselnd. Die Küken verlassen das Nest nicht sofort, sondern erst nach etwa 120 Tagen. Sie sind also sogenannte "Nesthocker". In Deutschland wurden die Gänsegeier ausgerottet - doch in den letzten Jahren kamen immer mehr von ihnen zurück, vor allem nach Schleswig-Holstein im Norden.

Gänsegeier haben eine Flügelspannweite von ungefähr 2,5 Metern. Sie können mehrere tausend Meter weit sehen und somit Tierkadaver schnell entdecken. Dabei beobachten sie sich gegenseitig. Wenn ein Geier ein totes Tier entdeckt hat und dorthin fliegt, folgen ihm die anderen Geier.

Dieser Geier hat an seinem Schnabel schwarze Federn, die nach unten abstehen. Daher kommt auch sein Name: Bartgeier. Er hat eine Flügelspannweite von bis zu drei Metern. Nach seiner Ausrottung kommt auch der Bartgeier langsam, aber sicher wieder nach Deutschland zurück. In den bayerischen Alpen wurden jetzt zwei von ihnen ausgewildert.

Mönchsgeier haben am Hals eine Krause aus Federn, die an eine Mönchskutte von früher erinnert. Daher kommt auch ihr Name. Mönchsgeier leben in Ländern, die am Mittelmeer liegen, und auch in Teilen von Asien. Es gibt sie aber nur noch sehr selten. Sie zählen zu den größten Geierarten und können eine Flügelspannweite von knapp drei Metern erreichen.

Schmutzgeier haben ein gelbes Gesicht. Sie haben eine Flügelspannweite von etwa 1,6 Metern und wiegen ungefähr zwei Kilogramm. Damit gehören die Schmutzgeier zu den kleinsten Geiern. Sie ernähren sich fast nur von Aas. Allerdings müssen sie sich dabei gegen größere Arten durchsetzen und bekommen deshalb meistens nur den letzten Bissen. Sie mögen auch sehr gerne Straußeneier. Um diese zu knacken, werfen sie Steine auf die Eier.

Hier sitzen drei Kappengeier auf einem Ast. Sie sind hauptsächlich in Afrika zu finden und gehören zu den eher kleineren Geiern. Der Schnabel der Kappengeier ist nicht so kräftig, dass er durch die Haut eines toten Tieres schneiden kann. Deshalb warten die Kappengeier meistens, bis eine andere Geierart den Anfang macht.

Geier kreisen einzeln über der Landschaft, um nach Nahrung zu suchen. Dabei beobachten sie nicht nur den Boden, sondern auch andere Geier. Wenn ein Geier Aas entdeckt hat, folgen im die andere Geier zu der Stelle und kreisen über dem toten Tier. Nacheinander stürzen sie sich dann auf die Beute.

Geier sind wie eine Art Polizei für die Umwelt. Da sie das Aas wegfuttern, können es andere Tiere nicht fressen und davon krank werden. Die Geier selber werden von dem verwesenden Fleisch nicht krank. Denn Geier haben eine sehr starke Magensäure, die die Bakterien abtötet.

Stand: 10.06.2021, 15:56

Darstellung: