Bernhardiner-Hündin vom Berg gerettet

Bergretter retten Bernhardiner-Hündin Daisy vom Scafell Pike, dem höchsten Berg Englands

Bernhardiner-Hündin vom Berg gerettet

In England mussten Bergretter eine Bernhardiner-Hündin retten. Fünf Stunden hat das gedauert. Früher waren es die Bernhardiner, die Menschen gerettet haben.

Bernhardiner-Hündin wird gerettet

WDR 5 KiRaKa ohne Download 28.07.2020 01:09 Min. Verfügbar bis 28.07.2021 WDR 5

Die Bergretter am Scafell Pike, dem höchsten Berg Englands, hatten einen ungewöhnlichen Einsatz. Sie mussten eine Bernhardiner-Hündin retten. Daisy war mit ihren Besitzern auf einer Wanderung unterwegs, als sie sich plötzlich hinsetzte und sich weigerte weiterzulaufen. Weil es schon spät am Tag war und es immer dunkler wurde, beschlossen die Besitzer, Hilfe zu holen, weil Daisy nicht mehr weiterlaufen konnte.

Fünf Stunden Rettungsaktion

16 Retter kamen zur Hilfe. Sie gaben der Hündin eine Menge Leckerlis und Medizin, damit es ihr ein bisschen besser ging. Dann hievten die Bergretter die Bernhardinerin auf eine Krankentrage und trugen sie ins Tal. Nach fünf Stunden war die Rettungsaktion beendet.

Früher haben Bernhardiner Menschen gerettet

Eigentlich gelten Bernhardiner als echte Berghunde. In den Schweizer Alpen retteten sie früher Menschen, die von einer Lawine begraben wurden. Mit ihren feinen Nasen konnten sie Verschüttete unter dem Schnee erschnüffeln. Durch die Zucht sind Bernhardiner aber immer schwerer und größer geworden. Jetzt würden sie selbst im Schnee einbrechen. Ihren Job haben Schäferhunde, Labradors, Golden Retriever und Border Collies übernommen.

Bernhardiner - Große Hunde mit großem Herz

So ein Bernhardiner ist ein ganz schöner Brocken. Aber die Hunde haben nicht nur einen großen, schweren Körper. Auch ihr Herz ist riesig. Bernhardiner sind meistens sehr freundliche, geduldige und liebevolle Tiere.

Bilder von Bernhardinern

Bis zu 10 kleine Bernhardiner bringt eine Hündin auf einmal zur Welt. Jeder Welpe wiegt bei seiner Geburt um die 700 Gramm, also etwa so viel wie drei Pakete Butter. Danach beginnen die kleinen Hunde rasant zu wachsen. Schon fünf Wochen später bringen die "Kleinen" sieben Kilo, also zehnmal mehr Gewicht auf die Waage.

Bis zu 10 kleine Bernhardiner bringt eine Hündin auf einmal zur Welt. Jeder Welpe wiegt bei seiner Geburt um die 700 Gramm, also etwa so viel wie drei Pakete Butter. Danach beginnen die kleinen Hunde rasant zu wachsen. Schon fünf Wochen später bringen die "Kleinen" sieben Kilo, also zehnmal mehr Gewicht auf die Waage.

Ein ausgewachsener Bernhardiner wiegt etwa 60 bis 90 Kilo, soviel wie erwachsene Menschen auch etwa wiegen. Der Bernhardiner auf dem Bild ist anderthalb Jahre alt. Erst mit drei Jahren sind die großen Hunde ausgewachsen.

Bernhardiner haben langes rötlich-braunes und weißes Fell. Das Fell ist sehr warm und sicher auch ein Grund dafür, dass der Bernhardiner oft lieber irgendwo liegt, anstatt wild herumzuspringen.

Wenn einem Bernardiner besonders heiß ist, lässt er seine lange Zunge aus dem Maul heraushängen und hechelt. Über die Zunge verdunstet dabei viel Flüssigkeit und das kühlt ihn ein bisschen ab. Das ist super wichtig, denn das Fell an seinem Körper ist so dicht, dass er die Haut darunter bei Hitze kaum abkühlen kann.

Bernhardiner sind eher ungeeignet, um mit ihnen joggen zu gehen. Dafür sind sie prima Kuschelhunde. Allerdings ist das Sofa eher schon voll, wenn der Bernhardiner Platz genommen hat. Na ja, man kann sich ja davor setzen.

Der Winter ist die liebste Jahreszeit der Bernhardiner. Im kalten Schnee fühlen sie sich wohl und toben oft wild herum.

Wenn ihr einen Bernhardiner kennt, ist euch bestimmst schon aufgefallen, dass ihm die ganze Zeit ein bisschen Spucke aus dem Mund tropft, manchmal sogar richtig viel. Bernhardiner sabbern. Das ist ganz normal und liegt vor allem daran, dass ihre Backen rechts und links vom Maul so herunterhängen. Da schließt das Maul nicht richtig und der Sabber tropft eben heraus. Das kann man nicht ändern.

Bernhardiner sind wahrscheinlich die älteste Hunderasse Europas. Sie stammen aus der Schweiz und wurden früher gezüchtet, um Reisende auf ihren Wegen durchs Gebirge bei Schnee und Kälte zu beschützen. Oft haben sie geholfen Menschen zu retten, , die von Lawinen verschüttet wurden. Das hat aber schon vor Jahrzehnten aufgehört, weil die Bernhardiner immer schwerer und größer gezüchtet wurden. Für die Rettung in den Bergen werden sie deshalb heute nicht mehr eingesetzt.

Stand: 29.07.2020, 12:13

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