Bodensee ist zu sauber für Fische

Wissenschaftler der Fischereiforschungsstelle des Landes Baden-Württemberg machen über vier Wochen eine Bestandsaufnahme des Fischbestands im Bodensee

Bodensee ist zu sauber für Fische

Der Bodensee zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sehr sauber. Sogar so sauber, dass Felchen, Zander und andere Fische dort nicht mehr genügend Nahrung finden.

Bodensee ist zu sauber für Fische

KiRaKa 21.10.2019 01:06 Min. Verfügbar bis 20.10.2020 KiRaKa

Oft berichten wir in den Kindernachrichten darüber, dass die Umwelt stark verschmutzt wird. Aber sie kann auch zu sauber sein. Ja, ihr habt richtig gehört. Am Bodensee ganz im Süden Deutschlands gibt es immer weniger Fische, weil der See zu sauber ist. Der Grund dafür: Die Kläranlagen filtern immer mehr des Stoffes Phosphor aus dem Abwasser heraus, das in den See gelangt.

Phosphor lässt Pflanzen wachsen

Mit Phosphor werden zum Beispiel Äcker gedüngt, damit die Pflanzen besser wachsen. Und genauso ist es auch im Bodensee. Ist viel Phosphor im Wasser, wachsen viele Seepflanzen und Algen. Die Fische haben dann viel zu fressen.

Zu viel Phosphor führt aber dazu, dass sich zum Beispiel Algenteppiche bilden, es zu wenig Sauerstoff im Wasser gibt und der See „umkippt“, wie man sagt. Am Bodensee sorgen deshalb seit vielen Jahren Kläranlagen dafür, dass nicht zu viel Phosphor oder andere Stoffe ins Wasser gelangen. Nur ist der See jetzt eben so sauber, dass die Fische zu wenig zu fressen haben.

Es soll wieder mehr Fische geben

Fachleute überlegen nun, was getan werden kann, damit wieder mehr Fische im Bodensee leben können, der See aber trotzdem sauber bleibt.

 

Stand: 21.10.2019, 17:03

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