Verschmutzen E-Mails die Umwelt?

Verschmutzen E-Mails die Umwelt?

Danke – ein kurzes, aber wunderschönes Wort. Wir sagen es zu unseren Freunden, zu unseren Eltern, manchmal auch zu Fremden. Aber: Danke sagen ist nicht immer eine gute Idee. Denn es kann dem Klima schaden.

E-Mails und die Umwelt

WDR 5 KiRaKa Thema des Tages 18.12.2019 03:15 Min. Verfügbar bis 17.12.2020 WDR 5 Von Vassili Golod


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Ein Energieversorger in Großbritannien hat ausgerechnet: Wenn allein jeder Erwachsene Mensch in dem Land eine Dankes-E-Mail weniger verschickt, können mehr als 16.000 Tonnen an Kohlenstoffdioxid eingespart werden.

So viel Kohlenstoffdioxid produzieren beispielsweise 3300 Diesel-Autos – im Jahr. Das bedeutet: Weniger Dankes-E-Mails schonen das Klima.

Stromverbrauch wächst

Eine E-Mail wird entweder vom Computer, vom Tablet oder vom Smartphone verschickt. Diese E-Mail wird auf ihrem Weg von A nach B zwar nicht mit dem Auto gefahren, aber auf verschiedenen Servern zwischengespeichert. Die sehen aus wie große Metallkisten und sind ordentlich verkabelt. Und das alles braucht natürlich: Strom.

Weil in den letzten Jahren immer mehr technische Geräte dazugekommen sind, auf die wir im Alltag nicht verzichten wollen, ist der Stromverbrauch deutlich größer geworden.

Mehr Kohlenstoffdioxid-Ausstoß als im Flugverkehr

Eine französische Umweltorganisation hat was erschreckendes ausgerechnet: Wir verursachen mit digitaler Energie mehr Kohlenstoffdioxid-Ausstoß als der Flugverkehr auf der ganzen Welt.

Wir sollten uns genau überlegen, wie und wozu wir die Technik nutzen. Wenn Dinge gespeichert werden, wird Energie verbraucht. Verbrauchte Energie muss neu gewonnen werden – und das geht bei den großen Mengen halt immer auf Kosten unseres Planeten.

Es geht also auch um die Frage, ob es sein muss, dass Leute jedes Jahr ein neues Smartphone kaufen.

Stand: 18.12.2019, 17:39

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