Drohnen sollen aktive Vulkane überwachen

Eine Studie hat das an einem Vulkan in Guatemala ausprobiert

Drohnen sollen aktive Vulkane überwachen

Wenn Vulkane brodeln, kurz bevor sie ausbrechen, sind sie für Forscher schwer zu überwachen. Das könnten in Zukunft Drohnen übernehmen.

Aktiven Vulkan in Guatemala mit Drohne erforscht

WDR 5 KiRaKa ohne Download 26.05.2020 01:05 Min. Verfügbar bis 26.05.2021 WDR 5

Es kommt immer wieder vor, dass auf der Erde ein Vulkan ausbricht. Um Menschen vor einem Ausbruch rechtzeitig zu warnen, muss man die Vulkane sehr gut beobachten. Doch wenn es im Krater deutlich brodelt und qualmt, ist es besser, Abstand zu halten.

Zum ersten Mal mit einer Drohne überwacht

Deutsche Forscher haben jetzt in Guatemala, einem Land in Mittelamerika, zum ersten Mal einen aktiven Vulkan mit Hilfe einer Drohne untersucht. Aktiv bedeutet aber nicht, dass er gerade ausbricht, sondern nur, dass er seinen letzten Ausbruch innerhalb der letzten 10 bis 20.000 Jahre hatte und nicht erloschen ist. Es gelang den Forschern, die Drohne in etwa 100 Metern Höhe über den Krater fliegen zu lassen. Dabei hat sie Temperaturen gemessen und Fotos gemacht. Damit können die Forscher ausrechnen, wie schnell sich die Lavaströme im Inneren nach oben ausdehnen und ob der Vulkan kurz vor einem Ausbruch steht.

Schlimme Vulkanausbrüche vorhersagen können

Solche Untersuchungen sollen nun auch bei anderen Vulkanen gemacht werden. Der Vulkan Santa Maria in Guatemala war zuletzt im Jahr 1902 ausgebrochen. Dieser Ausbruch gilt als einer der heftigsten des vergangenen Jahrhunderts.

Stand: 26.05.2020, 16:19

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