Eisbären dringen in russische Dörfer ein.

Eisbär in Russland

Eisbären dringen in russische Dörfer ein.

Auf einer Insel in Nordrussland gibt es gerade große Probleme mit Eisbären. Die Tiere sind auf Nahrungssuche und haben entdeckt, dass sie bei den Menschen ganz gut satt werden können.

Eisbären dringen in russische Dörfer ein.

KiRaKa Thema des Tages 12.02.2019 03:11 Min. Verfügbar bis 12.02.2020 KiRaKa Von Julia Muth

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Wenn wir normalerweise über Eisbären reden, dann geht es ja meistens darum, dass wir sie schützen müssen. Auf der russischen Insel Nowaja Selmja ist das gerade ganz anders. Dort haben die Bewohner keine Sorge um, sondern große Angst vor Eisbären.

Die Tiere gehen auf der Insel im Norden von Russland an Land und suchen in den Dörfern der Menschen nach Nahrung. Angst vor Menschen scheinen sie keine zu haben, einige machen sogar richtig Jagd auf die Dorfbewohner. Und die trauen sich schon gar nicht mehr das Haus zu verlassen oder ihre Kinder in die Schule oder den Kindergarten zu schicken.

Viel ausrichten können die Bewohner nicht gegen die Eisbären. Eine Gruppe von Experten ist jetzt vor Ort, um eine Lösung für das Problem zu finden.

Da die Eisbären sich teilweise schon vor der Siedlung auf der Insel niedergelassen haben und scheinbar auch nicht von selbst wieder verschwinden, versuchen die Menschen sie gerade zu vertreiben: mit Lärm oder Leuchtfeuern oder Hunden. Sie hoffen, dass das klappt und dass sie die Eisbären nicht erschießen müssen. Das wäre schlimm, weil es immer weniger Eisbären gibt auf der Welt und sie stark bedroht sind.

Hier könnt ihr euch Bilder von noch mehr Wildtieren anschauen, die zu den Menschen in die Stadt kommen:

Wenn Wildtiere in die Stadt kommen

Immer wieder kommen Wildtiere aus der freien Wildbahn, in der sie eigentlich leben, in die Nähe von Städten. Warum? Weil sie dort Nahrung finden und immer mehr die Scheu vor den Menschen verlieren.

Tiere der Arktis - Eisbär

In Nordrussland ziehen gerade über 50 Eisbären auf der Suche nach Futter durch die Stadt Beluschja Guba. Eisbären können Menschen sehr gefährlich werden und sind viel stärker als sie. Weil die Eisschollen schmelzen, kommen die Tiere immer häufiger in die Stadt. Unter anderem in den Mülleimern finden sie Futter.

In Nordrussland ziehen gerade über 50 Eisbären auf der Suche nach Futter durch die Stadt Beluschja Guba. Eisbären können Menschen sehr gefährlich werden und sind viel stärker als sie. Weil die Eisschollen schmelzen, kommen die Tiere immer häufiger in die Stadt. Unter anderem in den Mülleimern finden sie Futter.

Auch in Deutschland "verirren" sich Wildtiere in die Städte. Hier seht ihr einen Fuchs - eigentlich ein sehr scheues Tier - der auf der Suche nach Futter von einem nahegelegenen Wald in die Stadt gelaufen ist.

Wildschweine haben eigentlich nichts in der Stadt verloren. Gerade Wohnsiedlungen, die nahe an größeren Waldgebieten liegen, werden aber immer mal wieder von den "Keilern" besucht. Deren Supernasen erschnüffeln Fressbares, zum Beispiel in den Mülltonnen der Menschen.

Auch dieses Reh wohnt eigentlich im nahe gelegenen Wald. In der Stadt ist es zu gefährlich - meistens werden die Tiere dann von Förstern oder Wildhütern in ihre natürliche Umgebung zurückgebracht.

Manchmal "ziehen" Schwäne, die eigentlich auf einem See in der Nähe einer Stadt herumschwimmen, in die Stadt "um". Vielleicht, weil es ihnen zu langweilig geworden ist? Mit den ganzen Autos, Fußgängern und Radfahrern ist es in der Stadt aber sehr gefährlich für die Tiere - vor allem für die jungen Schwäne.

Bei kleineren Vögeln ist das Ganze weniger ein Problem. Sie reisen durch die Luft an - und sind es gewohnt, sich die Stadtmenschen von oben anzuschauen. Manchmal, zum Beispiel im Winter, bieten ihnen die Menschen in sogenannten "Vogelhäuschen" auch Futter an. Deshalb kommen sie gerne wieder.

Dieser Piepmatz hier scheint ein regelmäßiger Café-Besucher zu sein...

Stand: 12.02.2019, 18:34

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