Fridays for Future in Aachen und Proteste am Tagebau Garzweiler

Fridays for Future Demo in Aachen 21.06.2019

Fridays for Future in Aachen und Proteste am Tagebau Garzweiler

Bei Fridays for Future in Aachen sind am Freitag viele Menschen für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen – etwa 35.000 Jugendliche und Erwachsene sagen die Veranstalter.

Fridays for Future in Aachen

KiRaKa 21.06.2019 01:12 Min. Verfügbar bis 20.06.2020 KiRaKa

Aus ganz Deutschland, Europa aber auch von noch weiter her, zum Beispiel aus Indien, sind die Demonstranten angereist. Sie wollen unter anderem, dass die Regierung entscheidet, so schnell wie möglich alle Kohlekraftwerke abzuschalten und keine Braunkohle mehr zu fördern.

Kein Streit, kein Ärger bei Fridays for Future

Mehrere tausend Schüler sind in einem Sternmarsch durch die Aachener Innenstadt gezogen. Mit dabei ein altes Feuerwehrfahrzeug auf dem eine Band gespielt hat – das haben die Schüler per Hand durch die Stadt gezogen, auch um das Klima zu schützen.

Das weiße Logo auf grünem Grund hängt von einer Brücke, auf der Brücke und darunter marschieren Demonstranten

Die allermeisten haben einfach nur demonstriert. Einige Aktivisten haben allerdings eine Hauptverkehrsstraße in Aachen lahmgelegt und sind auf eine Brücke geklettert um Transparente aufzuhängen.

Noch mehr Proteste für Klimaschutz

Im Rheinland wird der Protest für mehr Klimaschutz das ganze Wochenende weitergehen. Zwischen Mönchengladbach und Erkelenz liegt der Braunkohle-Tagebau Garzweiler II.

Klimaaktivisten von Ende Gelände sitzen in weißen Overalls auf einer Wiese.

Klimaaktivisten von Ende Gelände bereiten sich auf die bevorstehenden Proteste vor

Hier haben sich tausende Demonstranten zu Aktionen verabredet.
Sie wollen zum Beispiel am Samstag eine Menschenkette bilden zwischen den Baggern im riesigen Tagebau-Loch bis zum nahegelegenen Dorf Keyenberg.
Die Demo-Teilnehmer wollen sich schützend zwischen Dorf und Kohlebagger setzen.

Die Umsiedlung ist kaum mehr aufzuhalten

Keyenberg soll noch für den Tagebau abgerissen werden und etwa die Hälfte der Bewohner ist schon weggezogen.

Heilig-Kreuz-Kirche in Keyenberg

Umsiedlung nennt man das. Die Demonstranten wollen, dass die sofort gestoppt wird. Genauso wie die Kohleförderung. Deshalb haben sich einige Gruppen vorgenommen, den Tagebau zu besetzen.

Das könnte gefährlich für die Leute sein und es stört den Besitzer des Tagebaus, die Energie-Firma RWE. Deshalb sind hier viele Hundert Polizisten im Einsatz.

Noch mehr Proteste für Klimaschutz

KiRaKa 21.06.2019 00:51 Min. Verfügbar bis 20.06.2020 KiRaKa

Wenn ihr wissen wollt, wie die Kinder in dem Dorf Keyenberg über den Braunkohle-Tagebau denken, dann hört euch unsere Radiogeschichte zum Thema an:

Stand: 21.06.2019, 18:55

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