Fremde Arten erobern bei uns die Natur

Fremde Arten erobern bei uns die Natur

Wenn neue Tier- oder Pflanzenarten in eine Gegend einwandern, dann kann das dort einiges aus dem Gleichgewicht bringen. 2.500 neue Arten machen sich gerade in Europa breit.

Eigentlich leben Signalkrebse in Nordamerika. Seit ein paar Jahren gibt es diese Krebs-Art aber auch hier bei uns – in den Flüssen Sieg, Agger und Ahr. Das Problem: Die Signalkrebse verdrängen Forellen und Lachse, die eigentlich in diesen Flüssen zu Hause sind.

Fremde Arten schleichen sich langsam ein

Wissenschaftler aus Frankfurt haben jetzt berechnet, dass es in den nächsten Jahrzehnten immer mehr von solchen gebietsfremden Tier- und Pflanzenarten auf der Welt geben wird. Allein in Europa könnte es 2.500 neue Arten geben.

Es gibt viele Wege, wie sie einwandern

„Gebietsfremde Arten“ sind Tiere oder Pflanzen, die absichtlich oder auch aus Versehen in Länder gebracht werden, in denen sie eigentlich nicht leben. Sie gelangen mit dem Schiff, mit dem Flugzeug oder mit dem LKW in neue Regionen. Manchmal überqueren exotische Tiere auch alleine ganze Ozeane – auf dem Plastikmüll im Meer. Wenn sich die fremden Arten in ihrem neuen Zuhause sehr stark ausbreiten, kann das dazu führen, dass heimische Tier- und Pflanzenarten aussterben. Zum Beispiel, weil die fremden Arten den heimischen das Futter wegfressen. Die Wissenschaftler fordern deshalb, dass exotische Tiere nicht mehr so einfach verkauft werden dürfen und es mehr Kontrollen an den Grenzen gibt.

Stand: 01.10.2020, 17:31

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