Nachrichten für Kinder: Pflanzenschutzmittel vergiften Bienen

Nachrichten für Kinder: Pflanzenschutzmittel vergiften Bienen

Gifte aus der Landwirtschaft können Bienen schaden. Die Europäische Behörde EFSA hat einen Bericht dazu veröffentlicht, wie gefährlich solche Gifte für Bienen und Hummeln sind.

In unserer Landschaft gibt es immer weniger kleine Krabbeltiere, Fliegen, Mücken, aber auch immer weniger Schmetterlinge und Bienen. Das macht vielen Forschern Sorge. Bienen finden zum Beispiel immer weniger Wildblumen und bunte Wiesen. Auch Gifte aus der Landwirtschaft können ihnen schaden.

Die Europäische Behörde EFSA - die ist für Lebensmittelsicherheit zuständig - hat einen Bericht dazu veröffentlicht. In dem steht, wie gefährlich diese Gifte für Bienen und Hummeln sind.

Pflanzenschutz kann Insekten schaden

Die Forscher haben eine ganz besondere Art von Giften untersucht. Sie heißen "Neonicotinoide". Eigentlich sollen diese Gifte Bauern helfen, wenn ihre Felder von Schädlingen wie Raupen oder Blattläusen befallen werden. Die Mittel soll die Schädlinge töten, damit der Bauer seine Ernte behält und wir genug zu essen haben.

Aber die Forscher wissen inzwischen: Dieses Gift tötet nicht nur Schädlinge wie Raupen. Es verteilt sich überall in der Pflanze, auch in den Pollen und im Nektar, den Bienen gern haben.

Nervengift für Bienen

Wenn die Biene nur ein bisschen von dem Pollen frisst, sieht es zwar zuerst so aus, als würde das Gift ihr nicht schaden. Aber es greift ihre Nerven an. Die Biene wird durcheinander und findet zum Beispiel ihren Stock nicht mehr und stirbt.

Diese Wirkung der Neonicotinoide auf Bienen und Hummel hatten Forscher schon lange vermutet. Deshalb durften die Bauern sie auch nicht mehr für alle Pflanzen verwenden. Aber jetzt hat die Europäische Behörde Efsa bestätigt, wie gefährlich diese Gifte wirklich sind. Deshalb werden Politiker bald beraten, ob sie diese Mittel besser ganz verbieten sollen, um die Bienen zu schützen.

In diesem Blitzmerker kannst du viele heimische Insekten entdecken:

Stand: 28.02.2018, 18:00

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