Sternschnuppenschauer am Nachthimmel

Ein heller Strich am Himmel zeigt den Weg der Sternschnuppe

Sternschnuppenschauer am Nachthimmel

In diesen Tagen gibt es etwas Tolles am dunklen Winterhimmel zu entdecken: Sternschnuppen – und zwar richtig viele.


Sternschnuppenschauer am Nachthimmel

WDR 5 KiRaKa Thema des Tages 09.12.2020 04:24 Min. Verfügbar bis 09.12.2021 WDR 5 Von Christian Basl


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Geminiden heißt dieser Sternschnuppenschauer und er soll einer schönsten Sternschnuppenschauer im ganzen Jahr sein. Wenn man an den Himmel guckt, dann sieht es so aus, als würden die Sternschnuppen aus dem Sternbild Zwillinge kommen und dann in alle Himmelsrichtungen flitzen. Daher haben die Geminiden auch ihren Namen, denn Zwillinge heißt auf lateinisch gemini.

Geminiden kommen von Asteroiden im All

Noch etwas ist besonders an den Geminiden: Sie werden wahrscheinlich von einem Asteroid verursacht, nicht von Kometen, wie viele andere Sternschnuppen. Asteroiden sind Steinklumpen und dieser kreist extrem nah um die Sonne. Von deren Anziehungskraft wird er sozusagen geschreddert, er zieht eine bröselige Spur an winzig kleinen Steinen hinter sich her. Wenn die in die Erdatmosphäre eindringen, verglühen sie und wir sehen sie am Himmel als Sternschnuppen.

Sternschnuppen-Regen

Mitte Dezember stehen die Chancen sehr gut, an vielen Orten die Geminiden zu sehen: Astronomen aus Österreich haben ausgerechnet, wie viele Sternschnuppen man von abends bis morgens pro Stunde am Himmel wahrscheinlich sehen kann. Diese Zahlen lassen sich in Klang umwandeln: Angenommen, man könnte jede einzelne dieser Sternschnuppen hören, dann klingt das im Schnelldurchlauf wie ein nächtlicher Sternenregen, der nach Mitternacht am stärksten ist: 

Sternschnuppen-Regen

WDR 5 KiRaKa ohne Download 09.12.2020 00:23 Min. Verfügbar bis 12.01.2022 WDR 5


Augen in den Nachthimmel: Die Geminiden kommen!

Ein Sternschnuppenschauer ist wie ein Feuerwerk am Himmel. In der Adventszeit kann man bei klarem Nachthimmel die Geminiden beobachten. Aber was sind Sternschnuppen eigentlich? Wir erklären es euch!

 Eine Sternschnuppe ist in der Nacht am Sternenhimmel

Ein heller Lichtstreifen am Nachthimmel. Eine Sternschnuppe zu beobachten, ist etwas ganz Besonderes. Deshalb hat der Beobachter auch einen Wunsch frei: Augen schließen, sich etwas wünschen und keinem davon erzählen. Aber woher kommen die Sternschnuppen eigentlich?

Ein heller Lichtstreifen am Nachthimmel. Eine Sternschnuppe zu beobachten, ist etwas ganz Besonderes. Deshalb hat der Beobachter auch einen Wunsch frei: Augen schließen, sich etwas wünschen und keinem davon erzählen. Aber woher kommen die Sternschnuppen eigentlich?

Sternschnuppen entstehen, wenn kleine Objekte aus dem All in die Erdatmosphäre eintreten und verglühen. Dabei wird das Gestein des Meteoriden ganz heiß und fängt an zu leuchten. Und diese Leuchten ist für wenige Sekunden als helle Spur am Himmel sichtbar. Das alles passiert in einer Höhe von 80 bis 120 Kilometern.

Sternenforscher bezeichnen Sternschnuppen auch als "Meteor". Sie sind kleine Gesteinsbrocken, die durchs Weltall rasen. Nur sehr selten sind die in die Erdatmosphäre eindringenden Teilchen größere Brocken von mehreren Zentimetern oder gar Metern Größe. Solche große Sternschnuppen werden von den Forscherinnen und Forschern auch als Feuerkugeln bezeichnet.

Meistens treten Sternschnuppen verteilt auf, doch manchmal lässt sich ein regelrechter Meteorschauer mit bis zu 60 Sternschnuppen pro Stunde beobachten. Es gibt zwei große Sternschnuppenschauer, die Himmelsgucker im Jahresverlauf beobachten können. Im August treten Jahr für Jahr die Perseiden auf.

Die Perseiden sind abgelöste Trümmerstücke des Kometen 109P/Swift-Tuttle. In den 1860-er Jahren bemerkte der italienische Astronom Giovanni Virginio Schiaparelli zunächst, dass die regelmäßig im August auftretenden Sternschnuppen offenbar im Zusammenhang mit einem Kometen stehen, der 1862 von den Wissenschaftlern Lewis Swift und Horace Tuttle entdeckt worden war und die Sonne alle 130 Jahre auf einer langgestreckten Ellipsenbahn umrundet.

In der Adventszeit erscheinen die so genannten Geminiden. Der Name der Geminiden leitet sich vom Sternenbild der Zwillinge ab, wo sie auftreten. Nur wenige Tage später tritt ein weiterer Meteorensturm auf. Um Weihnachten herum kommen auch noch die Ursiden.

Die Geminiden und Ursiden haben übrigens nichts mit dem Stern über Bethlehem zu tun. Bis heute ist nicht geklärt, was die Heiligen Drei Könige am Himmel gesehen haben, als sie sich auf den Weg nach Bethlehem gemacht haben. Die Sternenforschung vermutet, dass es vor 2000 Jahren eine seltene Planetenanordnung am Himmel gegeben haben könnte. Eine Theorie sagt, dass die Planeten Jupiter und Saturn fast an der gleichen Stelle am Himmel zu sehen waren und die Menschen das damals als einen großen Stern gedeutet haben.

Stand: 09.12.2020, 15:45

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