Astrid Lindgrens Vision: Niemals Gewalt!

Astrid Lindgren auf einem Sofa, begraben unter Büchern.

Astrid Lindgrens Vision: Niemals Gewalt!

Vor 40 Jahren hat Astrid Lindgren in Frankfurt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen bekommen. Bei der Preisverleihung hat sie eine Rede über gewaltfreie Erziehung gehalten, die für viel Aufsehen gesorgt hat.

Rede über Erziehung ohne Gewalt

KiRaKa Thema des Tages 22.10.2018 03:43 Min. KiRaKa

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Astrid Lindgren hat am 22. Oktober 1978 über Frieden auf der Welt, aber auch in jedem Zuhause gesprochen. Sie hat ihr Publikum gefragt: „Könnten wir es nicht vielleicht lernen, auf Gewalt zu verzichten?“ Und ihre eigene Antwort auf diese Frage war: „Ich glaube, wir müssen von Grund auf beginnen. Bei den Kindern.“

Niemand wird als böser Mensch geboren

Die Kinderbuchautorin war der Überzeugung, dass ein Baby weder als guter noch als böser Mensch auf die Welt kommt. Sondern dass sich ein Mensch in die eine oder in die andere Richtung entwickelt – je nachdem, was er von seinen Eltern und anderen Bezugspersonen mitkriegt.

Wenn Eltern ihr Kind also liebevoll und ohne Gewalt erziehen, dann kann das Kind auch selbst warmherzig, offen und vertrauensvoll werden. Wenn es stattdessen geschlagen und angeschrien wird, dann wird es zu einem gefühlskalten Menschen, dem die anderen egal sind. Das war eine ganz klare Forderung von Astrid Lindgren, dass Kinder nicht mehr geschlagen werden dürfen.

Schwedisches Gesetz verbietet es, Kinder zu schlagen

In Astrid Lindgrens Heimatland, in Schweden, wurde daraufhin ein Gesetz eingeführt, dass es verbietet, Kinder zu schlagen. So ein Gesetz gab es bis dahin nirgendwo sonst auf der Welt.

In Deutschland steht erst seit dem Jahr 2000 im Gesetz, dass Kinder nicht geschlagen oder seelisch verletzt werden dürfen.

Mehr über die Rede von Astrid Lindgren und über Gesetze, die Gewalt in der Erziehung verbieten, erfährst du, wenn du oben in der Tonspur auf den Play-Knopf drückst.

Stand: 22.10.2018, 17:35

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