Gibbon-Affen beim Seiltanz

Auf Chinas Insel Hainan müssen die Gibbons einen Erdrutsch mit Seil überwinden

Gibbon-Affen beim Seiltanz

Auf Hainan in China gibt es nur noch 30 Gibbon-Affen. Jetzt teilt ein Erdrutsch ihr Territorium mitten durch. Mit einem Seil hangeln die Tiere sich jetzt über die neue Schlucht.

Gibbon-Affen können Seile benutzen

WDR 5 KiRaKa ohne Download 16.10.2020 01:12 Min. Verfügbar bis 16.10.2021 WDR 5

Mitten im chinesischen Regenwald auf der Hainan Insel können Forscher im Moment ein tolles Naturschauspiel bewundern. Wild lebende Gibbon-Affen benutzen dort ein langes Seil, um sich elegant über eine große Schlucht zu schwingen. Einige Affen hangeln sich am Seil lang, andere versuchen es wie eine Seilbahn zu benutzen und die mutigsten machen es wie Seiltänzer: Sie laufen rüber.

Das überlebenswichtige Seil

Das alles dient nicht nur dem Zeitvertreib. Ein Erdrutsch hatte ein riesiges Loch in den Wald gerissen und das Affenterritorium geteilt. Forscher haben ein 18 Meter langes Seil über diese Schneise gespannt, damit die Gibbons weiterhin Futter finden, ihr Gebiet sichern und ihre Freunde und Partner treffen können.

Die Gibbons haben schnell gelernt

Das Besondere: Bisher war es nicht bekannt, dass Gibbons Seile benutzen. Von anderen Menschenaffen, wie den Orang-Utans kannten Forscher das aber schon. Von den Gibbon-Affen auf Hainan gibt es nur 30. Sie sind also stark vom Aussterben bedroht. Deshalb war es so wichtig, dass die Forscher nach dem Erdrutsch schnell eine Lösung finden. In den vergangenen Jahren ist ihnen durch das Tierschutzprojekt etwas Gutes gelungen: Die gefährdete Gruppe ist von 13 auf 30 Tiere angewachsen.

Stand: 16.10.2020, 13:50

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