Schwebende Glocke über Rheinpanorama mit Kölner Dom

Glocken für den Frieden

Sieben Minuten lang haben heute um 12 Uhr die Glocken ganz vieler Kirchen in Europa geläutet. Sieben Minuten – je eine Minute für jeden Tag des Ukraine-Krieges, der vor einer Woche ausgebrochen ist.

Glocken für den Frieden

WDR 5 KiRaKa ohne Download 03.03.2022 01:44 Min. Verfügbar bis 03.03.2023 WDR 5


Am Kölner oder Essener Dom und auch in ganz vielen anderen Kirchen überall in Europa haben heute sieben Minuten lang die Glocken geläutet. Je eine Minute für jeden Tag des Ukraine-Krieges, der vor einer Woche ausgebrochen ist.

Auch gestern Abend um 20 Uhr haben in manchen Städten schon die Glocken geläutet. In den sozialen Medien wurden die Menschen außerdem dazu aufgerufen, alle Lichter auszuschalten. Das sollte deutlich machen: Große Teile unserer Energie, also Strom und Gas, kommen aus Russland.

Vereinte Nationen setzen deutliches Zeichen gegen Russland

Menschen auf der ganzen Welt fordern ein Ende der Kämpfe und Frieden in der Ukraine. Auch die Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York hat diese Forderung gestern eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht.

Die Vereinten Nationen sind ein Zusammenschluss fast aller Länder der Erde, und mit sehr sehr deutlicher Mehrheit haben diese Länder gestern den russischen Krieg gegen die Ukraine verurteilt: 141 Länder haben gesagt "Stop, Russland!", 35 haben sich enthalten, nur 5 waren dagegen. Mit so einem deutlichen Ergebnis hatte niemand gerechnet.

Außenministerin Baerbock vor UN-Vollversammlung

Hier spricht gerade die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock vor der UN-Vollversammlung in New York.

Russland muss sich zwar nicht an das Abstimmungsergebnis halten – und hat auch schon gesagt, dass es die Angriffe in der Ukraine nicht beenden wird. Trotzdem: Die Abstimmung ist ein sehr starkes Zeichen, das auch Russland nicht übersehen kann.

Schülerdemo für den Frieden in Wesel

Hinschauen, aufrütteln, protestieren gegen den Krieg – das haben heute auch viele Schülerinnen und Schüler gemacht. In Wesel zum Beispiel haben sich alle weiterführenden Schulen zu einem großen Friedensmarsch getroffen. Sie wollten zeigen: Wir denken an die Menschen in der Ukraine und wir lassen sie nicht allein.

Gespräche über eine Waffenruhe

Immerhin gibt es eine kleine Hoffnung: Die Ukraine und Russland verhandeln zurzeit über eine Waffenruhe. Eine Waffenruhe würde bedeuten, dass die Kämpfe für eine Weile aufhören würden.

Stand: 03.03.2022, 19:19 Uhr

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