Was ist los im Hambacher Forst?

Was ist los im Hambacher Forst?

Der Hambacher Forst ist ein uralter Wald am Rand des Braunkohletagebaus Hambach. Viel ist davon nicht mehr übrig. Der Energiekonzern RWE will auch diesen Rest abholzen, weil darunter Braunkohle liegt.

Räumung im Hambacher Forst mit Polizei

Ab dem 1. Oktober dürfen die Bäume im Hambacher Forst im Rheinland gefällt werden. Das hat ein Gericht so entschieden. Deshalb sind am Mittwoch (05.09.2018) viele hundert Polizisten in den Wald gekommen, um die Räumung des Waldes zu begleiten.

Ab dem 1. Oktober dürfen die Bäume im Hambacher Forst im Rheinland gefällt werden. Das hat ein Gericht so entschieden. Deshalb sind am Mittwoch (05.09.2018) viele hundert Polizisten in den Wald gekommen, um die Räumung des Waldes zu begleiten.

Denn viele Menschen setzen sich für den Schutz dieses Waldes ein. Einige leben seit Jahren dort in Baumhäusern. Sie haben auch alte Autos und Barrikaden in den Wald gebracht. Diese Sachen räumen Mitarbeiter des Stromkonzerns RWE aus dem Wald heraus, die Polizisten sollen das bewachen.

Mit schwerem Gerät haben die rund 200 Arbeiter von RWE außerdem Baumstämme und Äste von den Wegen geräumt. Teils seien auch Gräben und Erdlöcher zugeschüttet und Müll aus dem Wald entfernt worden, sagte ein RWE-Sprecher.

Der Hambacher Forst war einmal der größte Wald im Rheinland. Aber der größte Teil davon ist schon abgeholzt. Hier seht ihr, dass der kleine Rest des Waldes direkt neben dem riesigen Braunkohletagebau Hambach liegt.

Unter dem Wald liegt nämlich Braunkohle. Und sie wird von der Energiefirma RWE ausgegraben, um Strom daraus zu machen. Hier seht ihr, wie riesig der Tagebau schon ist. Viele Menschen in der Region arbeiten hier.

Aber die Braunkohle ist eine Energiequelle, die keine Zukunft mehr hat. Umweltschützer sagen deshalb, dass es nicht notwendig ist, noch mehr Wald abzuholzen. Sie fordern einen Stopp für den Tagebau.

Die Botschaft der Gegner ist eindeutig. Und die allermeisten Proteste sind friedlich abgelaufen.

Um die Bäume zu schützen, haben Naturschützer auch Baumpatenschaften organisiert.

Einige Umwelt-Aktivisten ketten sich auch an Bäume oder schwere Gegenstände, um sich der Abholzung entgegenzustellen.

Es gibt etwa 60 Baumhäuser, in denen Gegner der Abholzung schon seit Jahren wohnen, um dort dauerhaft zu protestieren.

Aber der Innenminister von Nordrhein-Westfalen befürchtet, es könne auch zu Gewalt kommen bei der bevorstehenden Rodung. Deshalb ist jetzt die Polizei im Einsatz.

Hinter der Absperrung müssen jetzt alle Baumhäuser geräumt werden. Auch, wenn deren Bewohner sich dagegen wehren.

Mit Hilfe der Polizei und hohen Leitern werden die Baumhäuser eins nach dem anderen geräumt.

Viele Baumhausbewohner verstecken sich auf den Bäumen. Sie wollen den Wald nicht verlassen.

Die Polizisten bringen die Baumhausbewohner aus dem Wald heraus.

Hier räumen die Waldarbeiter mit einem Bagger einen großen Holzstapel zur Seite. Die Umweltkämpfer hatten das Holz in den Weg der Waldarbeiter gelegt, damit die Baumfäller nicht durchkommen.

Stand: 05.09.2018, 15:11 Uhr

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