Tierschutz aus dem Weltall

Icarus bringt Tierschützer aus der Welt zusammen

Tierschutz aus dem Weltall

Welche Tiere bewegen sich wann wohin? Beim großen Weltraumprojekt "Icarus" werden die Daten von sehr vielen Tieren ins Weltall geschickt - und zurück zu uns zur Erde. Damit könnten die Tiere uns sogar vor Naturkatastrophen warnen.

Tiere vom Weltall aus beobachten

KiRaKa Thema des Tages 10.07.2019 03:50 Min. KiRaKa Von Dorothee Machai

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Am Mittwoch ist ein großes Weltraumprojekt gestartet, mit dem Tiere hier bei uns auf der Erde vom Weltall aus beobachtet werden können. Dafür statten Wissenschaftler die Tiere mit winzig kleinen Sendern aus. Diese Sender schicken Daten zu einer riesigen Antenne an der Internationalen Raumstation ISS. Von dort werden die Daten dann wieder zu den Wissenschaftlern auf der Erde geschickt.

Tiere und Menschen retten

Das Weltraumprojekt nennt sich „Icarus“. Der Name ist eine Abkürzung, jeder Buchstabe steht für ein englisches Wort. Übersetzt bedeutet das so viel wie: ein Zusammenschluss von mehreren Ländern der Welt, um Tiere vom Weltraum aus zu beobachten. Mit dem Projekt wollen die Forscher herausfinden, wie sich verschiedene Tierarten bewegen. Etwa: Wann welche Zugvögel welche Routen nehmen oder auch welche Wege Wasserschildkröten zurücklegen. Mit diesen Daten wollen die Wissenschaftler beobachten, unter welchen Bedingungen die Tiere leben und damit auch, wie man sie am besten schützen kann.

Es geht aber nicht nur um Tierschutz. Die Tiere könnten uns Menschen zum Beispiel auch vor Naturkatastrophen warnen. Denn Tiere merken oft früher als wir Menschen, wenn etwas nicht stimmt. Sie werden zum Beispiel unruhig, verkriechen sich oder laufen davon, bevor ein Vulkan ausbricht oder die Erde bebt.

Technische Probleme beim Start

Beim Start der Testphase am Mittwoch gab es aber direkt ein Problem. Eigentlich sollten die Antenne und der Computer auf der ISS angeschaltet worden. Der Lüfter des Computers funktioniert aber nicht richtig, sodass er erst mal wieder abgeschaltet werden musste. Ohnehin gibt es aber erst mal eine Testphase, um zu gucken, ob technisch alles klappt. Wenn das dann wirklich der Fall ist, können die Wissenschaftler vielleicht schon ab dem Herbst oder dem Winter auf die Daten von den Tieren zugreifen und ihre Bewegungen beobachten.

Mehr über das Projekt "Icarus" erfahrt ihr, wenn ihr oben in der Tonspur auf den dreieckigen Pfeil klickt!

Stand: 10.07.2019, 15:34

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