Japan verbietet "Sitzstrafe"

Japanische Sitzposition "Seiza"

Japan verbietet "Sitzstrafe"

In Japan ist es in Zukunft verboten, dass sich Kinder zur Strafe in der traditionellen Sitzhaltung "Seiza" hinsetzen müssen.

Japan verbietet Sitzstrafe

WDR 5 KiRaKa ohne Download 03.12.2019 00:48 Min. Verfügbar bis 02.12.2020 WDR 5

Das Wort "Seiza" bedeutet auf japanisch "richtig sitzen". "Seiza" ist eine traditionelle japanische Sitzhaltung, bei der man kniend auf seinen eigenen Fersen sitzt. Die Zehen sind eingeknickt, der Rücken gerade aufgerichtet. Früher, im alten Japan, saßen die Menschen immer so, da es noch keine Stühle gab.

"Seiza" tut irgendwann weh

Das Problem: Diese Sitzposition kann nach einer Weile ziemlich weh tun. Deshalb müssen Kinder in Japan manchmal als Bestrafung von ihrem normalen Stuhl in die "Seiza"-Position wechseln. Zum Beispiel in der Schule, aber auch zuhause. Damit soll den Kindern Disziplin beigebracht werden.

Gesetz gegen Misshandlung

Genau diese Form der Strafe wird jetzt aber verboten. Das hat das japanische Gesundheitsministerium jetzt erklärt. Mit dem neuen Gesetz will Japan dagegen vorgehen, dass Kinder von Eltern, Lehrern oder anderen Erwachsenen misshandelt werden.

Stand: 03.12.2019, 15:15

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