Die Rosenmontagszüge rollten durch die Städte

Viele Tausend Schaulustige säumten die Straßen

Die Rosenmontagszüge rollten durch die Städte

In den Karnevalsstädten in Deutschland sind die Rosenmontagszüge durch die Straßen gerollt. Es waren wieder Tausende verkleideter Teilnehmer und Zuschauer dabei.

Rosenmontagszug in Köln und Düsseldorf

WDR 5 KiRaKa ohne Download 24.02.2020 00:53 Min. Verfügbar bis 23.02.2021 WDR 5

In Köln ist am Rosenmontag eine riesige Schlange durch die Stadt gekrochen und das haben sich Hunderttausende von verkleideten Menschen angeschaut. Sie standen rechts und links an den Staßenrändern, haben gesungen, gejubelt und laut „Alaaf“ geschrien. Es ist ja auch gar kein schreckliches Riesenviech, was da vorbeirast, sondern der Rosenmontagszug. 12.000 Teilnehmer gehen mit, fahren auf Wagen oder tanzen vorbei. Die meisten haben eine dicke Tüte Süßigkeiten dabei und schmeißen Kamelle, Schokolade und Strüßjer – also kleine Blumensträuße – in die Menge.

Der wichtigste Tag im Karneval

Auch in Düsseldorf und Mainz rollten die Rosenmontagszüge durch die Städte. Der Rosenmontag ist der wichtigste Tag im Karneval und dieses Jahr freuen sich viele Karnevalsjecken besonders über die Züge. Am Karnevalssonntag wurden im Straßenkarneval viele Züge und Veranstaltungen wegen Sturm und Regen abgesagt.

Hinter vielen Wagen steckt eine Geschichte

Viele Wagen, die in den Rosenmontagszügen mitrollen, haben eine Botschaft. In Köln war zum Beispiel ein Wagen mit einem gebastelten, traurigen Kölner Dom. Der hat seine beiden Domspitzen hängen lassen und vorne war ein weinendes Gesicht mit Riesentränen darauf gemalt. Der Dom hat nämlich ein Riesenherz auf dem Schoß mit der Aufschrift: „Uns Hätz schleiht för Hanau“. Das ist Kölsch und heißt: „Unser Herz, das schlägt für Hanau“. Damit will der Wagen an die Stadt Hanau erinnern und das schlimme Verbrechen, das dort vergangenen Donnerstag passiert ist.

In Hanau hat ein Mann zehn Menschen erschossen, weil ihre Eltern und Großeltern nicht aus Deutschland kamen. Die Leute auf den Karnevalszügen wollen mit so einem Wagen sagen, dass ihnen dieses Verbrechen nicht egal ist. Sie sind traurig, dass so etwas in Deutschland passiert ist und wollen mit den Menschen in Hanau trauern und sie nicht alleine lassen.

Stand: 24.02.2020, 15:05

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