Ärmere Kinder leiden stärker unter der Coronakrise

Kind stehend auf einer Schaukel auf Spielgelände vor einer Hochhaus-Wohnsiedlung

Ärmere Kinder leiden stärker unter der Coronakrise

Mädchen und Jungen aus ärmeren Familien kommen in der Corona-Zeit schlechter in der Schule mit. Deshalb haben sie auch schlechtere Chancen, später eine gute Arbeit zu finden.

Ärmere Kinder leiden stärker unter der Coronakrise

WDR 5 KiRaKa Thema des Tages 11.05.2021 02:36 Min. Verfügbar bis 11.05.2022 WDR 5 Von Dorothee Machai


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Mehrere Befragungen haben ergeben, dass die Corona-Pandemie Kindern und Jugendlichen zu schaffen macht. Viele leiden darunter, dass sie ständig zu Hause sind und dass sie ihre Freunde nicht treffen können. Ein Bericht – der "Deutsche Kinder- und Jugendhilfe-Monitor 2021" – zeigt jetzt: Die Pandemie trifft Mädchen und Jungen aus ärmeren Familien besonders stark.

Einen Laptop mit der ganzen Familie teilen

Wenn man als Familie nicht viel Geld halt, ist das ja sowieso schon oft doof. Die Schulfreundin darf reiten lernen, der Freund darf auf eine Ferienfreizeit fahren – und man selbst kann es nicht machen. Und in der Corona-Zeit kommen ganz neue Schwierigkeiten dazu. Man hat vielleicht nur einen Laptop, den man sich mit der ganzen Familie teilen muss. Da wird es also schon zur Herausforderung, bei einer Videokonferenz dabei zu sein. Wenn man sich dann noch ein Zimmer mit seinen Geschwistern teilen muss, hat man einfach weniger Rückzugsorte und Ruhe zum Lernen. Und wenn die Eltern einem zusätzlich auch nicht bei den Schulaufgaben helfen können, dann wird es richtig schwierig, für die Schule zu lernen.

Schlechtere Chancen in der Zukunft

Das Problem dabei ist: Kinder und Jugendliche aus ärmeren Familien werden dadurch leicht abgehängt. Sie kommen in der Schule nicht mehr gut mit, kriegen schlechtere Noten. Oft haben sie es dann auch später schwerer, eine gute Arbeit zu finden.

Kinder mit schweren Behinderungen sind oft ganz allein

Darüber hinaus sagen die Macher der Studie, dass es Kindern und Jugendlichen mit schweren Behinderungen in der Corona-Zeit besonders schlecht geht. Sie seien quasi von der Außenwelt abgeschnitten. Denn oft könnten sie sich nicht mals über den Computer oder über Smartphones mit anderen austauschen.

Mehr über den neuen Bericht der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendhilfe erfahrt ihr im Gespräch zwischen Elke und Doro. Klickt dafür einfach auf den Play-Knopf in der Tonspur weiter oben!

Stand: 11.05.2021, 16:08

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