Tierkinder in der Natur am besten nicht anfassen

Rehkitz Kinder mit Maske

Tierkinder in der Natur am besten nicht anfassen

Viele Spaziergänger versuchen Tierkinder in der Natur zu retten. Dabei ist das meistens gar nicht nötig. Es schadet den Tieren sogar sehr.

Tierkinder in der Natur am besten nicht anfassen

WDR 5 KiRaKa ohne Download 07.05.2021 00:59 Min. Verfügbar bis 07.05.2022 WDR 5


Im Frühling macht es richtig viel Spaß in Feld, Wald und Wiese umher zu spazieren. Wenn ihr genau hinschaut, entdeckt ihr zwischen den Gräsern und Blümchen vielleicht sogar ein kleines Tierbaby. Denn: Viele Rehkitze oder auch Häschen kommen in diesen Tagen auf die Welt. Dann bitte auf keinen Fall anfassen. Damit fügen Spaziergänger den Tieren großes Leid zu, warnt der Naturschutzbund Nabu. Und leider passiere das im Moment viel zu oft.

Unbeweglich im Versteck

Zwar liegen die Kleinen oft ganz allein irgendwo herum und bewegen sich kaum. Das heißt aber nicht, dass sie krank sind oder traurig allein zu sein. Sie halten still, damit ihre Feinde sie nicht bemerken und dann auffressen. So warten sie geduldig, bis einmal am Tag ihre Mutter vorbei schaut und ihnen zu trinken gibt. Die Mutter riecht sofort, wenn ihr Baby von einem Menschen angefasst wurde und will dann nichts mehr von ihrem Kind wissen. Genauso schlimm ist es, das Tier zu einem Förster oder Tierheim zu bringen. Denn auch dann kann das Tierkind später nicht mehr zu seiner Mutter zurück.

Bitte nicht füttern und Abstand halten!

Wildtiere sind keine Kuscheltiere! Deshalb sollte man sie auch nicht füttern und nicht zu nah an sie herangehen.

Schild Füttern verboten

Füttern verboten! Solche Schilder habt ihr sicher auch schon mal gesehen. Aber warum soll man wilde Tiere eigentlich nicht füttern und ihnen nicht zu nahe kommen?

Füttern verboten! Solche Schilder habt ihr sicher auch schon mal gesehen. Aber warum soll man wilde Tiere eigentlich nicht füttern und ihnen nicht zu nahe kommen?

Klar: Wenn es Krokodile sind, die sich im Wasser tummeln so wie in diesem Fluß in Botswana, dann käme wohl niemand auf die Idee, sich nah heranzuwagen...

Aber auch Tiere, die bei uns leben, soll man nicht füttern. Dieses Schild sagt: Möwen füttern verboten!

Wer sich nicht daran hält und den Möwen zum Beispiel seine Pommes füttert, riskiert, dass die Tiere krank werden.

Diese Rehe leben in einem Park in Japan. Eigentlich darf man sie füttern, aber weil viele Menschen es nicht richtig machen, werden die Rehe agressiv und beißen.

Dabei gibt es eigentlich solche Schilder, die genau erklären, wie es geht.

Greifvögel tun Menschen normalerweise nichts, aber wenn sie brüten, könnte es sein, dass sie Wanderer, Fahrradfahrer oder Jogger attackieren. Dann bleibt nichts anderes übrig, als einen anderen Weg zu nehen.

Und auch das kann passieren, wenn Wildtiere und Menschen sich zu nahe kommen: Dieser Bärenpavian hat alle Scheu vor den Menschen verloren und klaut sich einfach etwas aus der Einkaufskiste der Frau. Das Bild ist in Südafrika aufgenommen worden.

So ist es besser: Wildtiere am besten mit Abstand betrachten - durch ein Fernglas scheinen sie ganz nah!

Stand: 07.05.2021, 18:53

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