Kinderrechte sollten ins Gute-KiTa-Gesetz aufgenommen werden

Die Kinderrechte kommen im neuen KiTa-Gesetz zu kurz

Kinderrechte sollten ins Gute-KiTa-Gesetz aufgenommen werden

In den kommenden vier Jahren werden 5,5 Milliarden Euro für KiTas ausgegeben. Das Deutsche Institut für Menschenrechte fordert, auch die Kinderrechte in den KiTas mit diesem Geld zu stärken. Vermutlich wird es aber für mehr Betreuerinnen und längere Öffnungszeiten ausgegeben.

Kinderrechte sollten durch neues KiTa-Gesetz gestärkt werden

KiRaKa Thema des Tages | 18.10.2018 | 03:01 Min.

Download

Viele von euch waren bestimmt in einer KiTa, bevor ihr in den Kindergarten gekommen seid. Könnt ihr euch noch an die Zeit erinnern? Gab es nette Betreuerinnen und habt ihr euch so richtig wohlgefühlt? KiTas, also Kindertagesstätten, sollen noch besser werden. Darum kümmert sich die Bundesregierung. Sie bereitet gerade ein Gesetz vor, das auch das Gute-KiTa-Gesetz genannt wird.

Was bedeutet denn dieses neue Gesetz?

Es soll mehr Geld für KiTas geben, damit dort mehr Betreuer für die Kinder da sein können und es längere Öffnungszeiten gibt. Denn manche Eltern arbeiten zu ungewöhnlichen Zeiten und haben mit den Öffnungszeiten Probleme. Das Gesetz ist aber noch nicht fertig. Heute ist es zum ersten Mal im Bundestag vorgelesen worden. Viele Organisationen wollen, dass es noch verbessert wird. Zum Beispiel sollen die Kinderrechte mehr beachtet werden.

Welche Kinderrechte werden in den KiTas denn nicht richtig beachtet?

Andersrum: Es gibt eine Menge Kinderrechte, die selbstverständlich in KiTas beachtet werden. Kinder dürfen nicht geschlagen werden. Kinder dürfen nicht zum Arbeiten gezwungen werden. Kinder mit Behinderungen brauchen eine besondere Unterstützung. Aber es gibt Kinderrechte, die nicht so auf der Hand liegen.

Was zählt dazu?

Es gibt einen Satz in den Kinderrechten, der ganz wichtig ist. Die Kinderrechte haben übrigens die Vereinten Nationen aufgeschrieben, auch UN genannt. Das ist die Organisation, in der fast alle Länder der Welt mitmachen und wo wichtige Dinge für alle Menschen der Welt verabredet werden. In den Kinderrechten der UN steht also – Warte, ich les das mal vor: Wenn Erwachsene Entscheidungen über dich treffen, sollen sie zuerst daran denken, was das Beste für dich ist. Also, wenn du ein Kind wärst.

Das klingt, als sei das was völlig Normales. Gerade in einer KiTa.

Es sollte in einer KiTa immer am Wichtigsten sein, was für die Kinder das Beste ist. Im Alltag stehen aber manchmal ganz andere Sachen im Vordergrund: Räume sind oft nicht perfekt auf Kinder eingerichtet. Die Betreuerinnen müssen zu viel arbeiten und sind müde und überanstrengt. Es gibt zu wenige für zu viele Kinder. Das sind Dinge, da fallen Probleme als Erstes auf. Die Kinderrechte, die ein wenig im Verborgenen sind, kann man manchmal schwerer entdecken. Das Kinderrecht auf Mitbestimmung zum Beispiel. Das steh so in den Kinderrechten: Du hast das Recht, deine eigene Meinung mitzuteilen und Erwachsene müssen das, was du sagst, ernst nehmen.

Wenn ein Kleinkind fast noch nicht sprechen kann, ist das aber schwer rauszukriegen.

Da  müssten die Betreuerinnen dann auf den Gesichtsausdruck achten oder auf andere Weise geduldig rausfinden, was für das Kind wichtig ist. Und nur weil es schwer ist, heißt das noch lange nicht, dass kleine Kinder nicht mitbestimmen sollten.

Stand: 18.10.2018, 18:40

Darstellung: