UN-Konferenz schützt wandernde Tiere

Bestimmte Tierarten sollen künftig besser geschützt werden

UN-Konferenz schützt wandernde Tiere

Wandernde Tierarten waren bisher nicht in allen Ländern gut geschützt. Das soll sich auf einer Konferenz der Vereinten Nationen ändern.

Schutz für wandernde Tierarten

WDR 5 KiRaKa ohne Download 21.02.2020 01:30 Min. Verfügbar bis 20.02.2021 WDR 5

Es gibt Tiere, die wandern oder fliegen jedes Jahr weite Strecken. Zugvögel, das hat jede oder jeder schon mal gehört. Aber auch Säugetiere, Schmetterlinge, Fische und Robben leben mal in einem Gebiet, und wenn‘s da zu kalt oder zu trocken wird, gehen sie woanders hin. Und sie überqueren dabei Ländergrenzen.

Überall gleich streng geschützt

Damit sie nicht in dem einen Land streng geschützt und woanders abgeschossen werden, gibt es den so genannten „Internationalen Vertrag zum Schutz wandernder Tierarten“. Die 130 Länder dieses Vertrages haben sich jetzt eine Woche lang in Indien getroffen und  Schutz für noch mehr Tierarten beschlossen.

Jaguar zum ersten Mal unter Schutz

Der Jaguar, eine Raubkatze in Südamerika, die dem Leopard sehr ähnlich sieht, bekommt erstmals überhaupt Schutz. Der Jaguar lebt in 17 Ländern von Mexiko im Norden bis nach Feuerland im Süden und kreuzt bei seiner Suche nach Beute öfters Ländergrenzen. Dort müssen die Regierungen jetzt alles dafür tun, dass die Zahl an Jaguaren nicht immer weiter zurückgeht, zum Beispiel indem sie die Urwälder schützen.

Haie leben gefährlich

Der Weißspitzen-Hochseehai ist über drei Meter lang, ein sehr großer Hai also. Ozeanfische halten sich nie an Ländergrenzen und da haben manche Länder viel zu viele Weißspitzen-Hochseehaie gefangen, weil man sie für viel Geld verkaufen kann. Für Haifischflossensuppe. In Zukunft dürfen die Fischer nicht mehr so viele fangen. Auch für den Asiatischen Elefanten und Pottwale in bestimmten Meeresgebieten haben die Staaten bei ihrer Konferenz mehr Schutz beschlossen.

Vorsicht wild!

Sie leben in Amerika und sehen den Leoparden sehr ähnlich - die Jaguare. In dieser Bildergalerie erfahrt ihr einiges über die Raubkatzen.

Jaguar

Jaguare leben in Amerika und gehören mit den Löwen und Tigern zu den größten Katzen auf der Welt. Sie halten sich oft in Wäldern und der Nähe von Flüssen auf.

Jaguare leben in Amerika und gehören mit den Löwen und Tigern zu den größten Katzen auf der Welt. Sie halten sich oft in Wäldern und der Nähe von Flüssen auf.

Auf den ersten Blick sehen sie den in Afrika lebenden Leoparden ziemlich ähnlich, allerdings sind sie größer und haben auch einen größeren Kopf. Auch das Fell ist beim genaueren Hinschauen anders gemustert.

Jaguare fressen nur Fleisch. Ihre Beute orten sie über das Gehör und die Augen. Dann pirschen sie sich langsam an die Tiere an und greifen plötzlich und schnell an.

Das Fell der Jaguare ist gemustert. Es ist wie ein Fingerabdruck bei uns Menschen. Kein Muster gleicht dem anderen. Die Flecken nennt man Rosetten.

Es gibt aber auch schwarze Jaguare und Leoparden. Die nennt man dann Panther. Man kann oft noch leicht die Musterung des Fells erkennen.

Jaguare können sehr gut schwimmen. Sie durchqueren sogar ganze Flüsse. Wenn sie es zu warm finden, nehmen sie ein kühles Bad und bleiben manchmal stundenlang im Wasser.

Die Weibchen bekommen zwischen einem und vier Junge. Erstmal trinken die Jungen Milch bei ihrer Mutter und nach einigen Wochen bekommen sie dazu auch noch Fleisch. Spätestens mit zwei Jahren verlassen sie ihre Mutter und kommen allein zurecht.

Stand: 21.02.2020, 17:40

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