Nach dem Vulkanausbruch auf der kanarischen Insel La Palma fließt Lava ins Meer

Vulkan auf La Palma bringt das Meer zum Kochen

Schon zehn Tage dauert der Ausbruch des Vulkans Cumbre Viecha auf der Kanaren-Insel La Palma. Jetzt hat die Lava das Meer erreicht.

Vulkan auf La Palma bringt das Meer zum Kochen

WDR 5 KiRaKa kommt! 29.09.2021 00:43 Min. Verfügbar bis 29.09.2022 WDR 5


Die Lava vom Vulkan Cumbre Viecha auf der Insel La Palma hat das Meer erreicht. Seit zehn Tagen spuckt der Vulkan Feuer, Gestein und Lava aus. Auf dem Weg zum Meer hat die Lava viele Häuser zerstört. 6.000 Menschen mussten sich in Sicherheit bringen.

Giftige Dämpfe sind Gefahr für die Inselbewohner

Wenn die Lava ins Meer fließt, entsteht dabei eine große Dampfwolke, die sehr laut zischt. Das ist sehr gefährlich, weil dieser Dampf Menschen krank machen kann. Deshalb wurde die Insel zum Katastrophengebiet erklärt. Vulkanforscher wissen noch nicht, wie lange der Vulkanausbruch dauern wird.

Diese Meldung haben die Kinder aus der vierten Klasse der Grundschule in der Senne in Augustdorf für euch geschrieben. Sie machen diese Woche mit uns Radio - bei "KiRaKa kommt!".

Mehr über Vulkane erfahrt ihr hier:

Bildergalerie: Wenn Berge Feuer speien

Vulkane spucken riesige Wolken aus Rauch und Asche in die Luft und lassen heiße Lava den Berg hinunter fließen. Auf der kanarischen Insel La Palma hat gerade ein Vulkan rund drei Monate lang getobt und große Teile der Insel unter Lava begraben.

Vulkanausbruch auf der Insel La Palma

September 2021: Auf La Palma spuckt der Vulkan Cumbre Viecha heiße Lava und Asche. Schon von weitem ist der rauchende Berg mit dem Strom aus rotglühendem Gestein zu sehen.

September 2021: Auf La Palma spuckt der Vulkan Cumbre Viecha heiße Lava und Asche. Schon von weitem ist der rauchende Berg mit dem Strom aus rotglühendem Gestein zu sehen.

25. Dezember 2021 - Ein Weihnachtsgeschenk: Nach rund drei Monaten wurde der Vulkanausbruch auf La Palma für beendet erklärt. Die 85 000 Bewohner können endlich aufatmen.

Auf dem Weg zum Meer hat die Lava viele Häuser zerstört. Viele Tausend Menschen mussten sich in Sicherheit bringen.

Wenn die Lava ins Meer fließt, entsteht dabei eine große Dampfwolke, die sehr laut zischt.

Mai 2021: In Island bricht der Vulkan Fagradalsfjall aus. Aus der Luft wurde dieses Foto vom Vulkanschlot und den Lavaströmen geknipst. In Island gibt es um die 130 aktive Vulkane. Aktiv heißt, dass sie jederzeit wieder ausbrechen könnten.

Dezember 2019: 47 Urlauber wurden auf der Vulkaninsel White Island von einem heftigen Vulkanausbruch überrascht. Die Insel vor der Nordost-Küste Neuseelands ist bei Touristen sehr beliebt. Sie fahren mit Booten dahin und klettern auf den Vulkan.

Der Ausbruch kam so schnell, dass sie keine Chance hatten, sich noch in Sicherheit zu bringen. Bei dem Ausbruch wurden 22 Menschen getötet und viele verletzt.

In Neuseeland gibt es sehr viele Vulkane. Der Film "Der Herr der Ringe" wurde dort gedreht, weil die Landschaft - auch durch die Vulkane - so aussieht wie im Land "Mittelerde".

Im Mai 2018 mussten sich viele Menschen auf Hawaii vor dem Vulkan Kilauea in Sicherheit bringen. Er ist einer der aktivsten Vulkane der Welt und liegt auf der Hauptinsel Big Island der Inselkette Hawaii im pazifischen Ozean.

In der hawaiischen Sprache bedeutet Kilauea "spucken" oder "viel verbreiten". Dampfend fließen glühende Lavaströme durch das schwarze Gestein. Die ganze Inselkette Hawaii ist durch Vulkane und ihre Lava entstanden.

Wie entstehen Vulkane überhaupt? Der Ursprung eines Vulkans liegt im Inneren der Erde. Weil es in unterschiedlichen Erdschichten unterschiedlich heiß ist, entsteht dort ein großer Druck. Der kann flüssiges Magma - so nennt man geschmolzenes Gestein aus dem sogenannten Erdmantel - in Richtung Erdkruste aufsteigen lassen.

Manchmal kann es sogar passieren, dass die Erdkruste aufbricht und das Magma bis an die Erdoberfläche gelangt. So entsteht ein Vulkan.

Das Magma, das es bis nach draußen schafft - also das heiße Gestein, das wir sehen können - heißt Lava.

Ein riesiger Vulkankrater: Der Vesuv liegt neun Kilometer von der italienischen Stadt Neapel entfernt. Er ist noch aktiv - im März 1944 ist er zum vorerst letzten Mal ausgebrochen.

Hier seht ihr die Ruinen der Stadt Pompeji. Beim Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 - also vor fast 2000 Jahren - wurden die Orte Pompeji, Herculaneum, Oplontis und Stabiae unter riesigen Staub- und Aschemassen begraben.

Vulkane stehen aber nicht immer sichtbar auf einem Stück Erde oder schauen aus dem Wasser heraus. Es gibt auch Unterwasser-Vulkane. Dass sie aktiv sind, kann man anhand von Gasblasen messen, die sie ausstoßen.

Auch wenn es im ersten Moment harmlos aussieht: Hier seht ihr einen Unterwasser-Vulkanausbruch vor der japanischen Insel Minami im Pazifischen Ozean.

Vulkane gibt es nicht nur bei uns auf der Erde. Das hier ist der Vulkan "Ahuna Mons" auf dem Zwergplaneten Ceres. Aufgenommen hat das Bild eine Raumsonde. Wahrscheinlich stößt der Vulkan kein geschmolzenes Gestein aus, sondern Wasser- und Eisgemische.

Stand: 29.09.2021, 14:26 Uhr

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