Leichtathletik-WM gestartet

Leichtathletik-WM gestartet

Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Katar kämpfen die Sportlerinnen und Sportler nicht nur gegeneinander, sondern auch gegen die Hitze. Viele Wettbewerbe finden deshalb erst in den Abendstunden oder sogar mitten in der Nacht statt.

In dem Wüstenstaat Katar haben am Freitag die Leichtathletik-Weltmeisterschaften begonnen. Katar liegt auf der arabischen Halbinsel und es ist sehr heiß dort. Tagsüber sind es bis zu 40 Grad. Deshalb finden vor allem die Geh- und Lauf-Wettbewerbe zu sehr ungewöhnlichen Zeiten statt. Die Marathonläufe starten zum Beispiel um Mitternacht, das ist um 23 Uhr deutscher Zeit. Dann sollen es „nur“ noch rund 30 Grad sein.

Kombination aus Hitze und Luftfeuchtigkeit

Die Hitze allein ist dabei gar nicht das größte Problem. Viel anstrengender ist die Kombination aus Hitze und teilweise sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Wenn kein Wind weht, steht die Feuchtigkeit sozusagen in der Luft. Und dann funktioniert die natürliche Kühlung des Körpers nicht mehr. Denn eigentlich produziert der Körper Schweiß, der beim Verdunsten die Haut herunterkühlt. Wenn die Luft aber so feucht ist, dass der Schweiß nicht wegtrocknen kann, dann kann es sein, dass der Körper zu warm wird.

Das Stadion wird deshalb auf etwa 25 Grad heruntergekühlt. So sollen zumindest die Wettkämpfe dort unter angenehmeren Bedingungen stattfinden – mit der Hilfe von Klimaanlagen.

Unmenschliche Arbeitsbedingungen

Viele finden es nicht gut, dass die Leichtathletik-Weltmeisterschaften überhaupt in Katar stattfinden. Einige deutsche Sportlerinnen und Sportler sind gar nicht erst angereist. Zusätzlich gibt es viel Kritik von Menschenrechtsorganisationen, weil in dem Land sehr schlechte Arbeitsbedingungen herrschen. Darunter mussten auch viele Arbeiter leiden, die zum Beispiel das Stadion gebaut haben.

Stand: 27.09.2019, 16:05

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