Wenn Maden hopsen

Maden der Gallmücke bewegen sich hüpfend fort

Wenn Maden hopsen

Tiere bewegen sich möglichst energiesparend. Das erhöht ihre Überlebenschancen. Die Made der Gallmücke hopst deshalb manchmal vorwärts statt zu kriechen.

Maden können springen

KiRaKa 12.08.2019 00:58 Min. Verfügbar bis 11.08.2020 KiRaKa

Frösche hüpfen, Vögel fliegen und Maden kriechen langsam am Boden vorwärts. Von vielen Tieren haben wir typische Bilder im Kopf. Die stimmen aber nicht immer. Maden von Gallmücken können zum Beispiel hopsen, um schneller vorwärts zu kommen. Aus den weißen Madenwürmern schlüpfen später die Mücken. Ihre Fortbewegung ist jetzt zum ersten Mal mit einer Kamera aufgenommen worden.

Eine ausgeklügelte Technik

Um von einer Pflanze zur anderen zu kommen, schieben die Maden ihre beiden Enden zusammen und bilden kurze Zeit eine Art Ring. Dann drückt die Made den oberen Teil des Körpers nach unten und es bildet sich ein Knick in der Mitte ihres Körpers. Dadurch schwillt der untere Teil an, und es baut sich eine Spannung im Madenkörper auf. Diese gespeicherte Spannungsenergie gibt sie dann plötzlich frei, so dass sich die Made nach vorne katapultiert.

Hüpfen im Energiesparmodus

Mit einem Sprung kann sie das 36-fache ihrer Körperlänge überwinden. Das wäre, als wenn ihr mit einem Satz 50 Meter weit kämt. Die Maden kommen so schneller vorwärts und sparen dabei eine Menge Energie verglichen mit dem langsameren Kriechen.

Etwas andere Babyfotos

Manche Tiere entwickeln sich in mehreren Etappen. Viele fangen ihr Leben als Larve an. Aber Larve ist nicht gleich Larve. Hier könnt ihr euch unterschiedliche Larven anschauen.

Larven der blauen Schmeißfliege

Das sind Larven einer blauen Schmeißfliege. Schmeißfliegen legen mehrere hundert Eier auf einmal. Aus den Eiern schlüpfen dann die Larven. Schmeißfliegenmaden ernähren sich von Pflanzen oder Tiere, die gerade verrotten.

Das sind Larven einer blauen Schmeißfliege. Schmeißfliegen legen mehrere hundert Eier auf einmal. Aus den Eiern schlüpfen dann die Larven. Schmeißfliegenmaden ernähren sich von Pflanzen oder Tiere, die gerade verrotten.

Hier seht ihr die Raupe des Schlehen-Bürstenspinners. Im Mai und von Ende Julli bis August findet man die Raupen des Falters. Sie ernähren sich von Laubbäumen und Sträuchern. Die Raupen verpuppen sich dann in einem weichen Kokon, der grau gefärbt ist, zwischen Blättern und Zweigen.

Nach drei bis vier Wochen entwickeln sich aus Libelleneiern die sogenannten Prolarven. Kurz darauf werden diese zu den eigentlichen Libellenlarven. Sie häuten sich, während sie wachsen, bis zu 17 Mal. Die Larven leben im Wasser oder zwischen Wasserpflanzen. Die meisten Libellen bleiben ein bis zwei Jahre lang Larven. Hier seht ihr wie sich eine Larve ein letztes Mal häutet und zur Libelle wird.

Auch Kaulquappen gehören zu den Larven. Es sind die Larven von Fröschen. Kaulquappen haben einen Schwanz, um sich fortzubewegen. Mit dem können sie im Wasser rudern. Sie ernähren sich von Pflanzen im Wasser und müssen gut aufpassen: Denn Molche oder Libellenlarven wollen sie gerne fressen.

Hier seht ihr die Larven von Bienen. Die Königin legt ihre Eier in die Wabenzellen. Nach etwa drei Tagen entwickelt sich aus dem Ei eine Larve. Die Larve wird von den Arbeitsbienen sofort mit einem Brei gefüttert. Später bekommt sie Futtersaft und dann Blütenstaub und Honig. Die Larve häutet sich fast täglich.

Die Larve der Gallmücke hat ganz besondere Fähigkeiten. Sie kriecht nicht nur, sondern kann auch springen. Sie schiebt dafür ihre beiden Enden zusammen und bildet somit kurze Zeit eine Art Ring.

Dann drückt die Made den oberen Teil ihres Körpers nach unten, sodass sich ein Knick in der Mitte bildet. Der untere Teil schwillt dadurch an und es wird Spannung aufgebaut. Diese Spannungsenergie gibt die Larve dann frei und sie wird nach vorne katapultiert.

Stand: 12.08.2019, 16:37

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