Mit Magneten Plastik aus dem Wasser fischen

Forscher einer Universität aus Bayern haben eine Idee, was man gegen Mikroplastik im Meer machen kann.

Über Mikroplastik haben wir beim KiRaKa schon oft berichtet. Das sind winzig kleine Plastikteile, die die Umwelt und vor allem die Weltmeere verschmutzen. Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg in Bayern haben jetzt ein Verfahren entwickelt, wie man diese winzig kleinen Plastikteile aus dem Wasser fischen könnte – und zwar mithilfe von Magneten.

"Smarter Rost" wirkt wie Kleber – und ist magnetisch

Dazu geben die Forscher kleine, ungiftige Teilchen ins Wasser, die sie als "smarten Rost" bezeichnen. Dieser schlaue Rost wirkt wie eine Art Kleber, der mehrere Plastikteilchen zu einem größeren Klumpen zusammenklebt. Und der Rost ist magnetisch. Deshalb können die verklebten Klumpen aus Rost und Mikroplastik einfach mit einem Magneten aus dem Wasser gefischt werden.

Zuerst Flüsse von Plastik befreien

Mit dem neuen Verfahren kann zwar noch lange nicht das ganze Plastik aus den Weltmeeren geholt werden. Die Forscher arbeiten aber daran, wie der smarte Rost zumindest Flüsse von Plastik befreien kann. So würde nicht mehr so viel neues Plastik aus den Flüssen in die Meere gelangen.

Stand: 20.04.2021, 16:15 Uhr

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