Helikopter Ingenuity übersteht die erste Mars-Nacht

Ingenuity hält bei minus 90 Grad die durch

Helikopter Ingenuity übersteht die erste Mars-Nacht

Der Mars-Rover Perseverance hat am Montag den Helikopter Ingenuity abgesetzt. Der hält in der eiskalten Mars-Nacht sehr gut durch.

Mars-Helikopter Ingenuity hat die erste Nacht überstanden

WDR 5 KiRaKa ohne Download 06.04.2021 00:59 Min. Verfügbar bis 06.04.2022 WDR 5


Die erste Nacht hat der Mars-Hubschrauber Ingenuity schon mal überstanden. Das ist eine super Nachricht für das Bodenkontrollzentrum der NASA, wo vermutlich die ganze Nacht die Daumen gedrückt wurden.

Mars-Nächte sind bitterkalt

Es war nicht klar, ob es klappen würde, denn auf dem roten Planeten herrschen nachts bis zu minus 90 Grad Celsius. Der Mini-Helikopter ist am Montag vom Mars-Rover Perseverance abgekoppelt worden und nun auf sich allein gestellt.

Die ersten Flugversuche auf einem anderen Planeten

Der kleine Ingenuity sieht ein wenig aus wie eine langbeinige Drohne. Er hat ein eigenes Heizsystem an Bord, das ihn auf einer bestimmten Temperatur hält, sonst gehen seine technischen Geräte kaputt. Am Sonntag soll der Helikopter dann seinen ersten Flug über die Mars-Oberfläche machen und dabei Fotos schießen. Das ist der allererste solche Flug über einen anderen Planeten überhaupt. Wegen der dünnen Atmosphäre musste Ingenuity extrem leicht gebaut werden. Und die Rotorblätter müssen sich sehr viel schneller drehen als bei einem Helikopter hier auf der Erde, um überhaupt abheben zu können.

Ingenuity - kleiner Mars-Helikopter auf großer Mission

Diese kleine Helikopter-Drohne soll bald ihre Runden auf dem Mars drehen, als erstes motorisiertes Fluggerät auf einem anderen Planeten!

Mars-Helikopter Ingenuity

Im Sommer 2020 ging der kleine Helikopter Ingenuity auf eine lange Reise: Vom Raketenstartgelände am Cape Canaveral in Florida machte er sich an Bord des Rovers Perseverance auf eine knapp 480 Millionen Kilometer lange Reise zum Mars.

Im Sommer 2020 ging der kleine Helikopter Ingenuity auf eine lange Reise: Vom Raketenstartgelände am Cape Canaveral in Florida machte er sich an Bord des Rovers Perseverance auf eine knapp 480 Millionen Kilometer lange Reise zum Mars.

Die Mission von Ingenuity: Die Helikopterdrohne soll als erstes motorisiertes Fluggerät einen Flug auf einem anderen Planeten unternehmen. Gar nicht so einfach! Denn die Luft auf dem Mars ist sehr dünn. Das heißt: Es gibt weniger Auftrieb, und auch die Schubleistung des Propellers ist geringer.

Die Expertinnen und Experten der Weltraumbehörde NASA haben deshalb lange an Ingenuity herumgetüftelt: Er ist ganz besonders leicht (gerade mal 1,8 Kilogramm schwer) und braucht sehr viel Energie.

Eine Menge Technik steckt in Ingenuity: Der Helikopter ist mit Kameras ausgestattet, und er hat unter anderem ein batteriebetriebenes Heizsystem, das seine elektrischen Teile vor Frost schützen soll.

Lange Zeit hatte der Helikopter im Bauch des Mars-Rovers Perseverance auf seinen Einsatz gewartet - dann wurde er vorsichtig auf die Mars-Oberfläche herabgelassen und hat seine erste Nacht auf der eiskalten Mars-Oberfläche gut überstanden.

Und so könnte der erste Flug von Ingenuity aussehen: Einen Meter pro Sekunde soll der Helikopter aufsteigen, bis er auf einer Höhe von drei Metern angekommen ist. Dort soll er für 30 Sekunden warten, bevor er wieder landen soll. Die Kamera soll während des Fluges hochauflösende Fotos aufnehmen. Bis zu fünf Hubschrauber-Flüge sind geplant.

Stand: 06.04.2021, 17:26

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