Alte Autoreifen

Nachrichten für Kinder: Autoreifen verursachen das meiste Mikroplastik

Forscher haben jetzt untersucht, woher kleine Plastikteilchen in der Umwelt stammen. Das Plastik verursacht Probleme für Tiere und letztlich auch für uns Menschen.

Schon häufiger haben wir über Plastikmüll berichtet, der irgendwo in der Natur herumliegt oder auf den Meeren treibt.

Fische schlucken Plastikteilchen

Das ist ein großes Problem, unter anderem weil Fische und andere Meerestiere sich in Tüten verfangen können. Außerdem können sie daran sterben, dass sie winzige Plastikteilchen – so genanntes Mikroplastik – verschlucken.

Vier Kilogramm pro Kopf und Jahr

Mit vier Kilogramm Mikroplastik verschmutzt jeder Mensch in Deutschland pro Jahr die Umwelt.

Autoreifen verursachen ein Drittel des Mikroplastiks

Ein Institut für Umweltforschung aus Oberhausen hat jetzt untersucht, wo diese weniger als 5 Millimeter kleinen Plastik-Teilchen eigentlich herkommen. Die Antwort: Vor allem von Autoreifen. Sie werden auf der Straße mit der Zeit abgerieben, und der Regen spült die kleinen Teilchen in die Umgebung und auch bis ins Meer.

In Kosmetik könnten die Plastikteilchen vermieden werden

Erst auf Platz 17 liegen kleine Plastik-Teilchen, die Duschgels und Cremes zugesetzt werden. Diese Zusätze wären jedoch am einfachsten zu vermeiden, sagte ein Sprecher des Umweltbundesamtes. Zum Beispiel durch ein Verbot wie in Schweden.

Was ist Mikroplastik?

Mikroplastik verschmutzt unsere Meere. Hier erklären wir euch, wo die winzigen Plastikkügelchen herkommen.

Mikroplastikpartikel auf einer Fingerkuppe

Mikroplastik nennt man Plastikstücke, die kleiner als 5 Millimeter sind.

Mikroplastik nennt man Plastikstücke, die kleiner als 5 Millimeter sind.

Im Meer schwimmt eine Menge davon und verschmutzt es: Mit bloßem Auge kann man die kleinen Kügelchen im Wasser kaum erkennen.

Ein Drittel des Mikoplastiks ensteht, wenn solche Autoreifen sich auf der Straße abreiben: Fast 30 von 100 Kugeln. Und auch der Feinstaub aus den Städten landet irgendwann als Mikroplastik im Meer.

Ein großer Teil des Mikroplastiks stammt auch aus synthetischer Kleidung wie zum Beispiel solchen Fleece-Jacken. Wenn sie gewaschen werden, lösen sich Kunstfasern, die dann ins Abwasser gelangen. Kläranlagen können die Mini-Plastikkugeln kaum aus dem Wasser fischen.

Ein kleiner Teil des Mikroplastiks kommt aus Kosmetik wie Duschgel oder Zahnpasta: Etwa 2 von 100 Plastikkügelchen.

Auch Schuhsohlen können durch Abrieb Mikroplastik in der Welt verteilen. Die allermeisten Schuhsohlen sind aus Kunststoff.

Am Ende landet das Mikroplastik auch auf unseren Tellern: Forscher haben es schon in Fischen oder Muscheln gefunden. Wenn wir sie essen, kann das Plastik uns krank machen.

Stand: 04.09.2018, 15:19 Uhr

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